• IT-Karriere:
  • Services:

Energiewende: Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

Der Norden setzt auf Wasserstoff: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben eine gemeinsame Strategie beschlossen, um die Energiewende voranzutreiben. Dazu gehört auch, dass künftig Häfen nur noch von sauberen Schiffen angelaufen werden dürfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Brennstoffzellenauto an einer Wasserstofftankstelle in Hamburg (Symbolbild): Das Tankstellennetz soll ebenfalls ausgebaut werden.
Brennstoffzellenauto an einer Wasserstofftankstelle in Hamburg (Symbolbild): Das Tankstellennetz soll ebenfalls ausgebaut werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wasserstoff für Norddeutschland: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben eine Maßnahme für den Klimaschutz beschlossen. Sie wollen im kommenden Jahrzehnt gemeinsam eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft aufbauen.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Die Wirtschafts- und Verkehrsminister der norddeutschen Bundesländer haben eine gemeinsame Wasserstoffstrategie beschlossen. Danach sollen die Kapazitäten für die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse ausgebaut werden. Dazu soll Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt werden, etwa Windstrom aus Offshore-Anlagen.

Bis 2030 soll die Elektrolyse-Leistung in Norddeutschland bei mindestens 500 Megawatt liegen. Das soll ausreichen, um rund 150.000 Pkw mit grünem Wasserstoff zu betanken. Bis 2035 soll die Elektrolyse-Leistung auf 5 Gigawatt ausgebaut werden. Hamburg kündigte kürzlich den Bau eines Elektrolyseurs im Hafen an, der eine Leistung von 100 Megawatt haben wird. Um den grünen Wasserstoff ins Auto zu bekommen, müssen Wasserstofftankstellen gebaut werden. Rund 250 Wasserstofftankstellen seien in den Nordländern für eine flächendeckende Versorgung notwendig.

Wasserstoff soll unterirdisch gespeichert werden

Die Nordländer sehen sich in einer guten Position für eine solches Projekt: So stünden genug Kapazitäten an On- und Offshore-Windstrom und zudem unterirdische Formationen zur Verfügung, die sich als Speicher für den Wasserstoff eigneten. Es gebe bereits Industriezweige, die Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff hätten. Weiteres Know-how soll in sechs norddeutschen Reallaboren der Energiewende generiert werden. Schließlich könne über die Seehäfen Wasserstoff sowie synthetische Treibstoffe anfangs importiert, aber später auch verschifft werden, heißt es in dem Strategiepapier.

Der Ausbau einer norddeutschen Wasserstoffwirtschaft ist aber nur ein erster Schritt. Die Initiatoren planen schon eine Erweiterung: Im zweiten Schritt sollen die Nachbarländer im Westen und Norden - die Niederlande sowie Dänemark, Norwegen und Schweden - hinzukommen, kündigte der hamburgische Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann bei einer Veranstaltung von VW zum autonomen Fahren Mitte der Woche an.

Zudem wollen Hamburg und Schleswig-Holstein in ihren Häfen die Schadstoffemissionen durch Schiffe verringern. Die Schiffe sollen während der Liegezeitenüber entsprechende Einrichtungen Landstrom beziehen, statt sich selbst mit Strom aus Generatoren, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, zu versorgen.

Die Regelung soll zunächst verpflichtend sein für Schiffe, die bereits mit einem Landstromanschluss ausgestattet sind, was derzeit nur eine recht geringe Zahl ist. Nach einer Übergangszeit sollen dann nur Schiffe Hamburg und die Häfen von Schleswig-Holstein anlaufen dürfen, die Landstrom aufnehmen können oder die sich selbst mit sauberem Strom, etwa über eine Brennstoffzelle, versorgen.

Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten schon seit einiger Zeit zusammen an dem Projekt Norddeutsche Energiewende (NEW 4.0).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Ach 12. Nov 2019

Man bräuchte auch nur 3x den Output unseres gesamten Stromnetzes um alle 43 Mio. PKW mit...

Anonymer Nutzer 12. Nov 2019

Naja, das Nachmittags-Programm der ARD ist auch nicht viel besser als das bei RTL. Aber...

E-Mover 11. Nov 2019

...am besten für die Fahrzeuge nutzen, für die H2 eine Lösung ist: Schiffe z.B. ...

E-Mover 11. Nov 2019

Nochmals für Dich, falls Du meinen anderen Beitrag nicht gelesen hast: Die Zahlen...

Captain 11. Nov 2019

Wenn man etwas weiter in die Zukunft schaut als nur bis zur eigenen Haustür, dann wird...


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Coronavirus: Spiele statt Schule
Coronavirus
Spiele statt Schule

Wer wegen des Coronavirus mit Kindern zu Hause ist, braucht einen spannenden Zeitvertreib. Unser Autor - selbst Vater - findet: Computerspiele können ein sinnvolles Angebot sein. Vorausgesetzt, man wählt die richtigen.
Von Rainer Sigl

  1. China Bei Huawei füllen sich die Büros nach Corona wieder
  2. Schulunterrricht Datenschützer hält Skype-Nutzung für bedenklich
  3. Coronavirus Bosch entwickelt schnellen Virentest

Datenschutz: Dürfen Ärzte, Lehrer und Anwälte Whatsapp beruflich nutzen?
Datenschutz
Dürfen Ärzte, Lehrer und Anwälte Whatsapp beruflich nutzen?

Das Coronavirus zwingt Ärzte, Lehrer und Rechtsanwälte zu digitaler Kommunikation mit und über ihre Patienten, Schüler und Mandanten. Viele setzen auf Whatsapp. Verstoßen sie damit gegen den Datenschutz oder machen sich gar strafbar?
Von Harald Büring

  1. Coronavirus Britische Soldaten müssen Whatsapp-Befehlen folgen
  2. Sicherheitslücke Dateien auslesen mit Whatsapp Desktop
  3. Messenger Whatsapp deaktiviert Chatexport in Deutschland

IT-Chefs aus Indien: Mehr als nur ein Klischee
IT-Chefs aus Indien
Mehr als nur ein Klischee

In den Vorstandsetagen großer Tech-Unternehmen sind Inder allgegenwärtig. Der Stereotyp des IT-Experten aus Südasien prägt die US-Popkultur. Doch hinter dem Erfolg indischstämmiger Digitalunternehmer steckt viel mehr.
Ein Bericht von Jörg Wimalasena

  1. Jobporträt Softwaretester "Ein gesunder Pessimismus hilft"
  2. Frauen in der IT Software-Entwicklung ist nicht nur Männersache
  3. Virtuelle Zusammenarbeit Wie Online-Meetings nicht zur Zeitverschwendung werden

    •  /