Mehr Windräder, nicht weniger

Westhagemann ist davon überzeugt. "Wasserstoff muss der Hebel für die Energiewende sein", sagte der Politiker im Dezember dem Handelsblatt. "Und jetzt, wo wir gesetzliche Klimaziele haben, kommt eine Verbindlichkeit in das Thema, an die sich alle halten müssen."

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Auch andere staatliche Vorgaben können zum Gelingen beitragen. Dass die Emissionen im vergangenen Jahr zurückgegangen sind, lag vor allem an den gestiegenen Preisen für Kohlendoxid-Zertifikate im europäischen Emissionshandel. Sprich: Strom aus Kohle war zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig, also wurde weniger erzeugt. Die Braunkohleverstromung ging um 22 Prozent zurück, die Steinkohleverstromung um 31 Prozent.

Eine andere Regelung - besser gesagt: ihr Auslaufen - hingegen könnte zur Gefahr werden: 2021 fällt für die ersten Windräder die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weg. Dann bekommen die Betreiber der Windräder keine feste Vergütung für ihren eingespeisten Strom mehr, sondern müssen diesen zu marktüblichen Preisen anbieten. Die liegen zum Teil aber unter den Betriebskosten der Windräder. Diese würden damit unrentabel, und es besteht die Gefahr, dass sie abgebaut werden. Die Kapazität an erneuerbaren Energien würde dadurch schrumpfen statt - wie benötigt - wachsen.

Wie wird der Atomstrom ersetzt?

Das wäre fatal. Denn 2022 werden die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Ihr Anteil lag 2019 bei 12 Prozent. Der muss ausgeglichen werden. Falls die Kapazitäten an erneuerbarer Energie abgebaut würden, bestehe "die Gefahr, dass - nach dem Rückgang der Emissionen in den vergangenen beiden Jahren - im Zeitraum 2020 bis 2022 - wieder ein Anstieg folgt", sagte Patrick Graichen, Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende.

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Denn für den Rückgang war allein die Energiebranche verantwortlich, die weniger Kohle verfeuert hat und mehr Erdgas, das weniger klimaschädlich ist. Im Verkehrssektor hingegen sind die Emissionen sogar noch gestiegen - Grund dafür ist der Zuwachs an großen und schweren SUVs, die sich weiterhin steigender Beliebtheit erfreuen.

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 Synthetische Brennstoffe aus Wasserstoff
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h.janocha 18. Jan 2020

Völliger Unsinn Bei Benzin und Diesel fragt keiner nach den Erzeugungskosten...

h.janocha 17. Jan 2020

1. Es heißt nicht Elektrolyseur. Die Anlagen zur Zerlegung von Wasser in H2 und O2...

pisspott 17. Jan 2020

Power-to-Gas P2G Wind2Gas OK, in diesem Fall. Verkehrswende neben Elektromobilität auch...

RenM 17. Jan 2020

Habe mir noch mal die Mühe gemacht ein paar Fakten zusammen zu tragen: von 2014 auf 2018...

Ach 17. Jan 2020

Solche Wohnsiedlungen sind außerdem ein ganz hervorragende Ressource für Stromanbieter...



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