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Elektrolyseure werden gebaut

In den USA etwa werden nach Angaben des US-Energieministeriums derzeit 95 Prozent des Wasserstoffs aus Erdgas gewonnen. Die Elektrolyse ist zudem noch in der Testphase. Daraus resultiert der zweite Haken: Dieser sogenannte graue Wasserstoff, bei dessen Erzeugung Kohlendioxid freigesetzt wird, ist viel günstiger als der grüne. Letzterer kostet rund zehn US-Dollar pro Kilogramm, ersterer ein bis zwei.

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Nach Westhagemanns Kalkül wird der Preis für den grünen Wasserstoff sinken, wenn mehr Elektrolyse-Kapazitäten zur Verfügung stehen, und die will er schaffen. Im September kündigte er den Bau des weltgrößten Elektroyleurs im Hamburger Hafen an. Dort soll ein modulares System bis Ende des Jahrzehnts an mehreren Standorten entstehen. Es wird eine Leistung von 100 Megawatt haben und zwei Tonnen Wasserstoff in der Stunde erzeugen.

Zum Vergleich: Die aktuell größten Anlagen dieser Art haben eine Leistung von rund 10 Megawatt - und sind damit deutlich leistungsfähiger als die, die derzeit in Norddeutschland zur Verfügung stehen: Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) etwa betreibt einen Elektrolyseur auf ihrem Energiecampus im Hamburger Bezirk Bergedorf mit einer Leistung von 1,5 Megawatt. Etwa das Anderthalbfache, 2,5 Megawatt, schafft der Elektrolyseur des Brunsbütteler Unternehmens Wind to Gas Energy, der seit August in Betrieb ist. Die H+R Ölwerke in Hamburg haben einen 5-Megawatt-Elektrolyseur.

Weitere sind geplant oder im Bau, zum Beispiel im Rahmen des Projekts eFarm von GP Joule, einem Anbieter für regenerative Energieerzeugung aus Nordfriesland. Er baut eine lokale Wasserstoff-Infrastruktur. Dazu gehören fünf Elektrolyseure und zwei Wasserstofftankstellen in Husum und Niebüll. Dort sollen künftig Brennstoffzellen-Linienbusse tanken, die in der Region unterwegs sind - und private Pkw. Laut GP Joule haben zum Beginn des Projekts 60 Privatpersonen und Unternehmen ihr Interesse an gemeldet, ein Brennstoffzellenfahrzeug anzuschaffen.

Auf Wasserstofffahrzeuge will auch der Hamburger Flughafen umstellen. Dort ist seit September ein Gepäckschlepper mit Brennstoffzelle im Einsatz. Nach einem erfolgreichen Test sollen nach und nach die übrigen 60 Fahrzeuge umgestellt werden. Zudem sollen Wasserstoffbusse künftig Passagiere zu ihren Flugzeugen bringen. Dafür bekommt der Flughafen eine eigene Wasserstoff-Tankstelle, zu Anfang noch eine mobile.

Busse standen wegen fehlender Ersatzteile still

Der Hamburger Verkehrsbetrieb Hochbahn legte Anfang der vergangen Jahres eine Pause bei der Brennstoffzellentechnik ein: Er verkaufte vier seiner sechs Brennstoffzellenbusse und gab Bussen mit Akku den Vorzug. Das lag aber weniger daran, dass die Hochbahn mit der Technik an sich nicht zufrieden war. Allerdings waren die Busse Prototypen, für die nicht wie für Serienfahrzeuge Ersatzteile ohne weiteres verfügbar waren. War also an einem Bus etwas kaputt - übrigens meistens nicht am Antriebsstrang -, kam es zu längeren Standzeiten.

Schon damals betonte ein Sprecher jedoch, dass das keine grundsätzliche Absage an Brennstoffzellenbusse sei. Das Unternehmen werde wieder solche Busse anschaffen, wenn diese als Serienfahrzeuge verfügbar seien. Ein halbes Jahr später kündigte die Hochbahn an, die nächsten Brennstoffzellenbusse 2021 in Dienst zu stellen.

Der Wasserstoff muss aber nicht unbedingt in den Tank wandern.

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 Energiewende: Norddeutschland wird HSynthetische Brennstoffe aus Wasserstoff 
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h.janocha 18. Jan 2020

Völliger Unsinn Bei Benzin und Diesel fragt keiner nach den Erzeugungskosten...

h.janocha 17. Jan 2020

1. Es heißt nicht Elektrolyseur. Die Anlagen zur Zerlegung von Wasser in H2 und O2...

pisspott 17. Jan 2020

Power-to-Gas P2G Wind2Gas OK, in diesem Fall. Verkehrswende neben Elektromobilität auch...

RenM 17. Jan 2020

Habe mir noch mal die Mühe gemacht ein paar Fakten zusammen zu tragen: von 2014 auf 2018...

Ach 17. Jan 2020

Solche Wohnsiedlungen sind außerdem ein ganz hervorragende Ressource für Stromanbieter...


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