Abo
  • Services:
Anzeige
Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem
Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem (Bild: Dr. Neuhaus)

Energiewende: Kabinett macht Einbau elektronischer Stromzähler zur Pflicht

Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem
Ein sogenanntes Smart Meter Gateway für ein intelligentes Strommesssystem (Bild: Dr. Neuhaus)

Die elektronische Auswertung des Stromverbrauchs soll die Energiewende möglich machen. Trotz heftiger Kritik von Verbraucherschützern hat das Kabinett eine mögliche Zwangsnutzung der Geräte durch Kleinverbraucher beschlossen.

Anzeige

Die Bundesregierung hält am möglichen Zwangsanschluss von Kleinverbrauchern an das "intelligente Stromnetz" der Zukunft fest. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf beschlossen, der es den Messstellenbetreibern ermöglicht, auch Haushalte mit einem Verbrauch von weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr an ein sogenanntes intelligentes Strommesssystem anzuschließen. Allerdings sollen die Werte von Kleinverbrauchern nur einmal im Jahr übermittelt werden, obwohl das Gerät sie alle 15 Minuten erhebt.

Die Verbraucherschützer halten an ihrer Kritik an den Regierungsplänen fest. "Die Zwangsmodernisierung der Verbraucherhaushalte mit Smart Meter geht zu weit. Es kann nicht sein, dass Verbraucher Kosten tragen, aber keinen Nutzen haben werden", sagte der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller.

Zwangsanschluss erlaubt

Allerdings wird in diesem Zusammenhang meist nicht zwischen elektronischen Stromzählern und intelligenten Messsystemen unterschieden, die beide häufig pauschal als Smart Meter bezeichnet werden. Die Regierung verlangt bis 2032 in allen Haushalten den Einbau "moderner Messeinrichtungen", also elektronischer Zähler. Aber erst die intelligenten Messsysteme (Smart Meter Gateways) ermöglichen die bidirektionale Kommunikation mit dem Messstellenbetreiber. Damit können etwa je nach Stromangebot Verbraucher hinzugeschaltet und Erzeuger wie Photovoltaikanlagen abgeschaltet werden. Auch variable Tarife werden dadurch möglich.

Anders als zunächst von der Regierung versprochen, können die Messstellenbetreiber aber frei entscheiden, ob sie Kleinverbraucher an ein intelligentes Messsystem anschließen. Zwar gibt es Obergrenzen für die dadurch entstehenden Kosten, doch der Nutzen für die Verbraucher ist entsprechend gering. Nutzer können dem Einbau nicht widersprechen.

Regierung ohne Bedenken beim Datenschutz

Bedenken beim Datenschutz sieht das Bundeswirtschaftsministerium aber nicht. "Um zu verhindern, dass detaillierte Nutzerprofile erstellt werden und damit die Möglichkeit geschaffen wird, die Lebensgewohnheiten von Verbrauchern auszuforschen, führt das Smart-Meter-Gateway notwendige Berechnungen zur Verbrauchsermittlung selbst durch." Hoch aufgelöste Verbraucherdaten würden daher nicht an Dritte weitergegeben, heißt es in den Erläuterungen zum Datenschutz.

Das soll dann auch Haushalte betreffen, die mehr als 10.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Deren Daten werden alle 15 Minuten an die Netzbetreiber übermittelt. "Zur Gewährleistung der Datenhoheit erhält der Letztverbraucher jederzeit über das lokale Logbuch des Gateways die Möglichkeit, Auswertungsprofile zur Tarifierung sowie Kommunikationsprofile berechtigter Marktteilnehmer, die sich aus seinen vertraglichen Vereinbarungen ergeben, zu kontrollieren und effektiv gegen Abweichungen vorzugehen", schreibt die Regierung.

Das reicht dem Verbraucherzentrale Bundesverband dennoch nicht. Er fordert die Abgeordneten des Bundestags auf, "das Gesetz nicht zu verabschieden und für Nachbesserungen zu sorgen". Statt auf Zwang zu setzen, sollte die Möglichkeit für einen freiwilligen und marktgetriebenen Einbau gegeben werden.


eye home zur Startseite
Zidlewitz 25. Nov 2015

Genua, und dann wir so ein netter Schlüsseldienst, der mit der Polizei mitarbeitet...

Anonymer Nutzer 07. Nov 2015

Ja, eine ganze Viertelstunde mehr. Und das auf volle Leistung. Nur dann ist es 1,25 Std...

Alexspeed 06. Nov 2015

Ich habe schon so einige dieser elektronischen Zähler gewechselt, weil diese Kaputt...

Mauw 06. Nov 2015

Jup, dem schließe ich mich komplett an. Ich bin auch der Meinung, dass gewisse...

M.P. 05. Nov 2015

1) Bei einem simplen LCD ist die Hintergrundbeleuchtung immer auf konstanter Helligkeit...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Weilimdorf
  2. BWI GmbH, München
  3. MAX-DELBRÜCK-CENTRUM FÜR MOLEKULARE MEDIZIN, Berlin
  4. GK Software AG, Schöneck/Vogtland, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. 59,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 84,53€)
  2. 109,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Boeing und SpaceX

    Experten warnen vor Sicherheitsmängeln bei Raumfähren

  2. Tencent

    Lego will mit Tencent in China digital expandieren

  3. Beta-Update

    Gesichtsentsperrung für Oneplus Three und 3T verfügbar

  4. Matthias Maurer

    Ein Astronaut taucht unter

  5. Luftfahrt

    Boeing entwickelt Hyperschall-Spionageflugzeug

  6. Alexa-Gerät

    Echo Spot mit Display kommt für 130 Euro

  7. P Smart

    Huawei stellt Dual-Kamera-Smartphone für 260 Euro vor

  8. Fortnite

    574 Milliarden Schüsse und 40 Millionen Spieler

  9. Ericsson

    Datenvolumen am Smartphone wird nicht ausgenutzt

  10. Sieben Touchscreens

    Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

  1. Re: Gut so

    Sharra | 14:43

  2. Re: Mit O2 Free ist das zumindest bei mir...

    nille02 | 14:41

  3. Re: Patches und Hypervisor

    pica | 14:40

  4. Zu geringe Volumen sind das Problem

    nille02 | 14:37

  5. Re: Kellerfund

    Nullmodem | 14:34


  1. 14:03

  2. 12:45

  3. 12:30

  4. 12:02

  5. 11:16

  6. 10:59

  7. 10:49

  8. 10:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel