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Energiewende: Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich bis 2035 ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen versorgen. Hamburg sorgt für Speichertechnik: Im Hafen soll die derzeit größte Anlage für die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse entstehen.

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Wasserstofftankstelle in Hamburg (Symbolbild): zwei Tonnen Wasserstoff pro Stunde
Wasserstofftankstelle in Hamburg (Symbolbild): zwei Tonnen Wasserstoff pro Stunde (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Hamburg will die Energiewende: In der Hansestadt soll die größte Wasserstoff-Elektrolyseanlage gebaut werden. Das Gas soll als Energieträger dienen, aber auch in der Industrie eingesetzt werden.

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Der Elektrolyseur soll im Hafen entstehen und eine Leistung von 100 Megawatt haben. Er soll rund zwei Tonnen Wasserstoff in der Stunde produzieren. Die Anlage wird modular aufgebaut, so dass sie im Laufe der Zeit auch erweitert werden kann. Wenn sie fertig ist, wird es die größte Anlage für die Erzeugung von Wasserstoff sein. Die aktuell größten haben eine Leistung von rund 10 Megawatt.

Betrieben werden soll die Anlage mit Strom aus erneuerbaren Quellen, den Windanlagen an Land oder von der Nordsee liefern. Der Wasserstoff dient dann als chemischer Energiespeicher und kann unter anderem als Treibstoff für Brennstoffzellenautos oder Schiffe eingesetzt werden. In Hamburg wurde eine der ersten öffentlichen Wasserstofftankstellen in Deutschland aufgestellt. Er kann aber auch in der Industrie eingesetzt werden. In der Nähe des Hafens stehen beispielsweise Werke, in denen Aluminium, Kupfer und Stahl hergestellt werden.

Der Bau soll nach Angaben des Hamburgischen Wirtschaftssenators Michael Westhagemann (parteilos) einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Das Geld soll unter anderem von der Bundesregierung und der Europäischen Union kommen. Die Stadt verhandle bereits mit Investoren und potenziellen Abnehmern.

"Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir alle Bereiche der Wirtschaft dekarbonisieren, also auf fossile Brennstoffe verzichten", sagte Westhagemann. Das gelte für den Verkehr und die Mobilität ebenso wie für die Industrie und Gebäude.

Bis zum Jahr 2035 wollen Hamburg und Schleswig-Holstein ihre Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Quellen umstellen. Dazu gehört auch, Speichersysteme zu entwickeln, um beispielsweise Windstrom zu speichern. Daran arbeiten die Bundesländer in dem Projekt Norddeutsche Energiewende (NEW 4.0).

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bombinho 10. Sep 2019 / Themenstart

Welches nur aus den genannten Gruenden existiert ;) (inklusive Absatz 4!)

ptepic 09. Sep 2019 / Themenstart

... eine Verzehnfachung der Baukosten innerhalb der nächsten 10 Jahre. Also eher...

Dwalinn 09. Sep 2019 / Themenstart

Warum danke Hamburg? Bezahlen tut das laut Artikel doch die EU und die Bundesregierung.

fabiausdemsüden 06. Sep 2019 / Themenstart

Denke ich auch. So ein Kraftwerk zu planen und zu bauen ist keine Sache von nem Jahr...

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