Energiewende: Größter Heizungsbauer beendet Einbau von Gasheizungen

Der nach eigenen Angaben größte Heizungsinstallateur in Deutschland, Thermondo, hat keine Gasheizungen mehr im Angebot, wie zuerst die FR berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die Heizungsbranche und der Sektor für die Wärmeenergie in Wohnhäusern gilt als wichtiger Bestandteil der Energiewende. Auch hier soll nach Plänen der Bundesregierung möglichst bald auf fossile Energieträger wie Öl und Gas als Primärenergie verzichtet werden.
In der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) heißt es: "Thermondo hat im Februar 2024 die letzte fossile Heizung verkauft. Für Deutschlands größten Heizungsinstallateur geht damit nach fast elf Jahren eine Ära zu Ende: Thermondo konzentriert sich nun voll auf die Wärmepumpe, Photovoltaik und weitere Technologien für klimaneutrales Wohnen und versteht sich als Möglichmacher der Energiewende im Einfamilienhaus." Ölheizungen bietet das Unternehmen bereits seit Mai 2023 nicht mehr an. Bereits bestellte Anlagen sollen noch verbaut und Wartungsverträge für bestehende Anlagen noch erfüllt werden.
Mit der im vergangenen Jahr beschlossenen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das auch als Heizungsgesetz bekanntgeworden ist, wird erstmals ein Betriebsende für bereits verbaute Heizungen mit fossilen Energieträgern festgelegt. Seit dem 1. Januar 2024 müssen neu eingebaute Heizungen außerdem mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Als pauschal erfüllt gilt das etwa für Fernwärme oder Wärmepumpenheizungen.
Weiter zahlreiche Gasheizungen
Bereits im Jahr 2022 sind in die Mehrheit der fertiggestellten Wohngebäude Wärmepumpen als primäre Heizenergiequelle eingebaut worden. Vor allem im Bestand sind zumindest bisher aber weiter zahlreiche fossile Heizungen verbaut worden. Letzteres gilt vor allem für das vergangene Jahr 2023. Zwar legte hier der Absatz von Wärmepumpenheizungen laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) um 51 Prozent auf 356.000 zu, am häufigsten verbaut wurden aber Gasheizungen mit rund 790.500 Stück.
Der BDH begründet das vor allem mit "Vorzieh- und Sondereffekten" . Dabei habe vor allem die Debatte um das GEG und die Förderung neuer Systeme "für eine gesteigerte Nachfrage bei der Modernisierung von Öl- und Gasheizungen" gesorgt, während sich der Absatz von Wärmepumpen im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr rückläufig entwickelte.



