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Energiewende: Erneuerbare Energien boomen in den USA trotz Trumps Politik

Die US-Regierung unter Donald Trump fördert Kohle- und Gaskraftwerke und torpediert Wind- und Solaranlagen – aber offenbar erfolglos.
/ Tobias Költzsch
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Ein Windpark in Livermore, Kalifornien, im Januar 2026 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Ein Windpark in Livermore, Kalifornien, im Januar 2026 Bild: Justin Sullivan/Getty Images

In den USA haben die Kapazitäten erneuerbarer Energien im Vergleich mit denen fossiler Kraftwerke und Kernkraftwerke deutlich stärker zugelegt. Wie der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) berichtete, stieg die Kapazität von Solaranlagen zwischen Februar 2025 und Januar 2026 um 33 Gigawatt, die von Windanlagen um 16 Gigawatt.

Im gleichen Zeitraum konnten Gas- und Kohlekraftwerke sowie Nuklearanlagen nur um knapp 1 Gigawatt zulegen. Wind- und Solaranlagen machen mittlerweile fast 30 Prozent der US-Stromerzeugung aus. Zum Vergleich(öffnet im neuen Fenster): In Deutschland stammten 2025 62 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien.

Die Zahlen aus den USA überraschen aber vor allem, da die US-Regierung unter Donald Trump seit ihrem Amtsantritt gegen erneuerbare Energien vorgeht und fossile Stromerzeugung fördert. So wurde der Bau von Offshore-Windparks und Solaranlagen gestoppt, teilweise durften fertige Anlagen nicht in Betrieb gehen.

US-Regierung fördert fossile Brennstoffe

Fördermittel für erneuerbare Energien wurden gestrichen, alte Gas- und Kohlekraftwerke hingegen werden von der US-Regierung gefördert. Auch die Streichung des Steuervorteils beim Kauf von Elektroautos kann dieser Politik zugerechnet werden, ebenso die Aufhebung von Umweltauflagen für Verbrenner.

Für Trump läuft es aber nicht nach Plan: Gerichte kassierten die Aussetzung von Pachtverträgen für Offshore-Windparks ein, die Windkraftanlage Vineyard West vor der Küste von Massachusetts ist mittlerweile fertiggestellt. Auf privatem Land und an Gebäuden sollen immer mehr Solarmodule installiert werden.

Der US-Umweltschützer Bill McKibben sagte, Trump könne die Energiewende vielleicht verzögern, aber nicht stoppen. "Es liegt schlicht und einfach an der Wirtschaftlichkeit", erklärte er. "Strom aus erneuerbaren Energien ist preiswerter als aus fossilen Brennstoffen."


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