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Energiewende: Bundesregierung macht Platz für mehr Windräder

Die Ampelkoalition will den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Durch neue Vorschriften wurden mehr Flächen für Windkraftanlagen bereitgestellt.
/ Werner Pluta
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Windräder an Land (Symbolbild): mehr als neue 1.000 Windräder im Jahr, um Klimaziele zu erreichen (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Windräder an Land (Symbolbild): mehr als neue 1.000 Windräder im Jahr, um Klimaziele zu erreichen Bild: Werner Pluta/Golem.de

Mehr Fläche für Windräder: Die Bundesregierung hat durch eine Anpassung der Regeln im Bereich Drehfunkfeuer und Wetterradare mehr Flächen geschaffen, auf denen Windräder aufgestellt werden können. So will die Regierung die Energiewende weiter voranbringen.

So wurden die Abstände für den Anlagenschutz von Drehfunkfeuern von aktuell 15 Kilometern auf 7 Kilometer verringert. Darauf sowie auf einige weitere Maßnahmen hatten sich das Bundesministerium für Digitales und Verkehr und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im April verständigt. Fast alle dieser Maßnahmen seien auch umgesetzt worden, teilten die Ministerien mit.

"Die gemeinsame Arbeit der letzten Monate hat sich gelohnt" , sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)(öffnet im neuen Fenster) . Dadurch hätten Flächen freigegeben werden können, auf denen 4 bis 5 Gigawatt (GW) Leistung im Bereich Windenergie an Land zusätzlich installiert werden sollen.

Platz für 1.000 neue Windräder

"Das entspricht bei 4 bis 5 Megawatt pro Neuanlage mehr als 1.000 neuen Windenergieanlagen" , sagte Habeck weiter. "Oder anders formuliert: 5 GW erzeugen Strom, die grob dem Jahresverbrauch der Stadt Berlin abdeckt. Das ist ein wichtiger Push für den Ausbau der Windenergie an Land."

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung hat in diesem allen 41 Anträgen zum Bau von insgesamt 119 Windenergieanlagen in Anlagenschutzbereichen von Drehfunkfeuern zugestimmt. "Ich freue mich, dass wir mit neuen, wissenschaftlich geprüften Schutzbereichen ab sofort mehr Flächen für den Ausbau der Windkraft zur Verfügung stellen können und gleichzeitig den Verwaltungsaufwand bei der Genehmigung neuer Anlagen reduzieren" , sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). "Wir müssen alle vorhandenen Ressourcen für den Ausbau der erneuerbaren Energien nutzen."

Die Windbranche geht davon aus, dass 2022 etwa 2,3 bis 2,4 Gigawatt an Windenergie installiert worden sind. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen drei Jahren , in denen zusammen nur knapp 3,5 GW Windkraft an Land errichtet wurden. Es reicht aber nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen. Dafür müssten im Jahr mehr als 1.000 Windräder - oder mehr als 3 am Tag - gebaut werden.


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