Energiewende: Bahn will Wasserstoff in Kesselwagen transportieren

Wasserstoff gilt als klimaschonende Alternative für die Energieversorgung - doch die Importe müssen ins Hinterland gelangen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Ein Güterzug mit Kesselwagen (Symbolbild)
Ein Güterzug mit Kesselwagen (Symbolbild) (Bild: Pixabay/Pixabay-Lizenz)

Die Deutsche Bahn bringt sich als Lieferant großer Mengen Wasserstoffs für die Industrie ins Gespräch. Mit Energieversorgern habe man ein Konzept erarbeitet, wie Wasserstoff in den bestehenden Kesselwagen der Güterbahn von den Seehäfen ins Hinterland transportiert werden könne, teilte die Bahn am 11. September 2022 der Deutschen Presse-Agentur mit. Dies sei eine effiziente Alternative zum aufwendigen Bau von Pipelines. Die Konkurrenten der Bahn hingegen sehen auch Hindernisse für den Bahn-Transport.

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Wasserstoff gilt als einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel, insbesondere für diejenigen industriellen Anwendungen, in denen eine Elektrifizierung nicht möglich ist.

Bislang gibt es aber weder größere Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen noch die erforderlichen Lager- und Verteilnetze. Weil hierzulande die benötigten Mengen noch für viele Jahre nicht verfügbar sein werden, wird Deutschland auf Importe angewiesen sein.

Wasserstoff soll direkt in Kesselwagen verladen werden

Die Deutsche Bahn will den in Flüssigkeiten gebundenen Wasserstoff so, wie er ist, in die Kesselwagen verladen. Erst bei den Empfängern in der Industrie soll der Wasserstoff von seinem Trägermedium separiert werden, so dass er als Energieträger zum Einsatz kommen kann. "So schaffen wir für die deutsche Wirtschaft eine sichere und leistungsfähige Lieferkette", warb Cargo-Chefin Sigrid Nikutta.

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Der Deutschen Bahn gehört etwa die Hälfte der Güterzüge, die durch Deutschland fahren. Ihre Konkurrenten sind beim Thema Wasserstoff noch zurückhaltend. Ihr Verband Netzwerk Europäischer Eisenbahnen verweist darauf, dass der Transport mit dem Zug deutlich ineffizienter sei als per Pipeline. Zurzeit sei auch die Zahl der Wagen begrenzt und das Schienennetz bereits hoch ausgelastet.

Dennoch hat auch Bahn-Konkurrent VTG das mögliche neue Geschäftsfeld im Blick. Man habe spezielle Kesselwagen und Tankcontainer im Angebot, heißt es bei dem Hamburger Unternehmen.

Noch kein Netz an Wasserstoffpipelines vorhanden

Denn geeignete Wasserstoffpipelines gibt es noch nicht. Möglich ist auch der Transport per Lastwagen und nach Expertenangaben auch die Beimischung im bestehenden Erdgasnetz. Auch der Transport flüssigen Wasserstoffs im Bahn-Kesselwagen ist demnach ein Weg. Die Deutsche Bahn beteiligt sich auch an der Entwicklung neuer Wasserstoff-Container, um etwa Tankstellen für Wasserstoff-Lokomotiven zu versorgen.

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Zedus 13. Sep 2022 / Themenstart

Ja, gefährlicher ist es, wenn Sauerstoff in den H2 Speicher gelangt. Da kann dann schon...

Bibi Blockwart 12. Sep 2022 / Themenstart

Ist ein Heliumcontainer materialtechnisch für Wasserstoff geeignet? Stichwort...

FlashBFE 12. Sep 2022 / Themenstart

Deutschland hat doch gerade erst mit Kanada ein Lieferabkommen geschlossen. Von daher...

chefin 12. Sep 2022 / Themenstart

Ja, weil es nur 33400km Bahnschienennetz gibt, aber 550.000km Strassen. Also wie soll...

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