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Energiewende: Australiens Batterieförderung zeigt Wirkung

Seit kleine Speicher für den Privatgebrauch gefördert werden, sind gleich mehrere Effekte zu beobachten. Ambitionierte Ziele inklusive.
/ Mario Petzold
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Australien nutzt Schafe und Photovoltaik, hier auf einer Farm westlich von Sydney. (Bild: AFP via Getty Images/Gregory Pleese)
Australien nutzt Schafe und Photovoltaik, hier auf einer Farm westlich von Sydney. Bild: AFP via Getty Images/Gregory Pleese

Sunwiz, ein australisches Marktanalyseunternehmen, zeigt im aktuellen Bericht(öffnet im neuen Fenster), der bis zum März 2026 reicht, dass sich die Installation von privaten Batteriespeichern in ganz Australien um ein Vielfaches beschleunigt hat. Noch nie wurden in einem Monat mehr Solaranlagen installiert und Batteriespeicher verkauft.

Bereits im Jahr 2025 hatte sich die zusätzlich installierte Speicherkapazität mehr als verfünffacht. Im März 2026 wurden 1,6 Gigawattstunden hinzugefügt, deutlich mehr als in allen Vormonaten. In Deutschland lag der Zubau von Heimspeichersystemen laut der RWTH Aachen(öffnet im neuen Fenster) in letzter Zeit bei etwa 0,4 Gigawattstunden pro Monat. Gleichzeitig ist Australien in Bezug auf Einwohner und Wirtschaftsleistung um zwei Drittel kleiner als Deutschland.

Entsprechend ambitioniert werden die Ausbauziele für erneuerbare Energien gesteckt. Im Bundesstaat South Australia sollen 100 Prozent des Stroms bis Ende 2027 aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Förderung beschleunigt und ändert den Ausbau

Der Hauptgrund für die beschleunigte Installation von privaten Speichersystemen ist das australische Cheaper Home Batteries Program(öffnet im neuen Fenster). Damit übernimmt der Staat 30 Prozent der Kosten für neu angeschlossene Batterien, sofern diese an eine bestehende oder neu installierte Solaranlage angeschlossen sind.

Damit soll das Problem der Stromüberproduktion aus Photovoltaik in den Tagesstunden direkt an den privaten Solaranlagen gelöst werden. Mittlerweile wurden neue Speicherlösungen mit umgerechnet 4,3 Milliarden Euro gefördert.

Parallel zum Anstieg bei der Anzahl der Installationen hat sich laut Bericht außerdem die Größe der Photovoltaikanlagen und vor allem der Akkumulatoren erhöht. Im Durchschnitt wurde eine Kapazität von 40 Kilowattstunden installiert, was knapp unter der Höchstgrenze von 50 Kilowattstunden liegt, die im Förderprogramm vorgesehen ist.

Australien ist anders

Der Wert klingt für einen deutschen Haushalt im Normalfall etwas zu hoch gegriffen. Allerdings ist der Stromverbrauch pro Kopf in Australien knapp doppelt so hoch, so dass sich dort mit der Speichergröße allenfalls zwei Regentage überbrücken ließen.

Andererseits ist der Speicher in Australien schnell wieder gefüllt. Das Land liegt auf vergleichbaren Breitengraden wie die Sahara und die Mittelmeerregion auf der Nordhalbkugel. Zudem zählt das Land zu den sonnenreichsten Regionen überhaupt. Wenn ein Land zuerst die Energiewende bewerkstelligen kann, dann vermutlich Australien.


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