Wie Wasserstoff am besten transportiert wird

In dem Leitprojekt Transhyde, das das BMBF initiiert hat, prüfen Wissenschaftler derzeit die beste und kostengünstigste Transportmöglichkeit. Zur Wahl stehen Schiffe mit Druck- oder Kryotanks, in die unter Druck stehender beziehungsweise tiefgekühlter flüssiger Wasserstoff gefüllt wird. Es könnte sich allerdings herausstellen, dass es energetisch günstiger ist, den Wasserstoff in Ammoniak umzuwandeln und in dieser Form zu transportieren. Am Ziel würde der Wasserstoff zurückgewonnen.

Stellenmarkt
  1. Consultant Investment Controlling Germany (m/w/d)
    ERGO Group AG, Düsseldorf
  2. Technical Account Manager (m/f/d)
    SoSafe GmbH, Köln (Home-Office möglich)
Detailsuche

Ähnlich ist es bei einem Verfahren des Erlanger Unternehmens Hydrogenious. Es bindet Wasserstoff an eine organische Flüssigkeit. Diese kann bei Umgebungsdruck und normaler Temperatur gefahrlos transportiert werden - sie ist unbrennbar und nicht explosiv.

Japan hat sich seinen Anteil schon gesichert

Bei der Versorgung Japans mit Wasserstoff - Deutschland und Europa sind keineswegs die einzigen Interessenten an grünem Wasserstoff aus Australien - ist bereits eine Vorentscheidung gefallen. Zwei japanische Unternehmen bereiten schon eine Transportkette für Ammoniak vor.

Es soll mit Strom aus einem 250-Megawatt-Solarkraftwerk hergestellt werden, das Fortescue im australischen Bell Bay baut. Die Jahresmenge wird bei 250.000 Tonnen Wasserstoff liegen, die teilweise im eigenen Land und mehrheitlich in Japan zur Stromerzeugung genutzt werden sollen.

50 Gigawatt in drei Baustufen

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. Terraform mit AWS: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Dezember 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Unabhängig von Fortescue will CWP Global, ein in Sydney beheimateter Entwickler grüner Energieprojekte, gemeinsam mit Intercontinental Energy aus Hongkong im Südwesten von Australien auf 15.000 Quadratkilometern Windgeneratoren und Solaranlagen mit einer Leistung von 50 Gigawatt installieren. Dort, so haben die Entwickler festgestellt, ist die Sonneneinstrahlung sehr hoch und der Wind weht konstant.

Der Western Green Energy Hub soll in drei Baustufen errichtet werden und im Endausbau pro Jahr 3,5 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff beziehungsweise 20 Millionen Tonnen grünes Ammoniak erzeugen. Aus Wasserstoff sollen grüne Treibstoffe für die Luftfahrt hergestellt und Stahlwerke versorgt werden, so dass sie auf Koks ganz oder teilweise verzichten können. Das Ammoniak könnte Brennstoffzellen auf Schiffen oder an Land versorgen, die Strom und Wärme etwa für die Industrie produzieren.

Wasserstoff für alle: Wie wir der Öl-, Klima- und Kostenfalle entkommen

Auch Oman wird zum Wasserstoffriesen

Ursprünglich wollte Intercontinental Energy das Asian Renewable Energy Hub im Nordwesten von Australien errichten. Geplant war eine Leistung von 26 Gigawatt.

Doch Australiens Umweltministerin Sussan Ley blockierte das Vorhaben. Sie sprach von inakzeptablen Auswirkungen für die Umwelt. Das Projekt stelle ein Risiko für bedrohte Vogelarten dar, die in Feuchtgebieten leben, die für den Hub in Anspruch genommen werden sollten.

Intercontinental Energy baut nun gemeinsam mit dem Energieversorger des Sultanats Oman und Enertech aus Kuwait in Oman eine 25-Gigawatt-Solaranlage zur Herstellung von jährlich 1,8 Millionen Tonnen grünen Wasserstoffs und zehn Millionen Tonnen Ammoniak.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Energiewende: Australien wird zur Wasserstoff-Nabelschnur der Welt
  1.  
  2. 1
  3. 2


lestard 12. Nov 2021 / Themenstart

Ja. Zumindest neben jedes Dorf, dass Strom haben will. Das ist klar. Davon sind wir ja...

Trollversteher 12. Nov 2021 / Themenstart

Das gilt allerdings so nur in der Kombination: Wir sind nur dann zuviele Menschen, wenn...

Renricom 11. Nov 2021 / Themenstart

Der ist wirklich gut xD

JE 11. Nov 2021 / Themenstart

Wichtig zu wissen ist noch, daß in die Wüste natürlich kein Photovoltaik gebaut würde...

fanreisender 10. Nov 2021 / Themenstart

Du hast mehrere Effekte. Zum einen änderst Du das Reflexionsverhalten, zum anderen...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Catapult: Imgtech bringt RISC-V CPU-Serie bis zum 8-Kerner
    Catapult
    Imgtech bringt RISC-V CPU-Serie bis zum 8-Kerner

    Imagination bietet wieder eigene CPUs an. Die RISC-V-Serie Catapult soll vom Controller bis zum großen 8-Kerner skalieren.

  2. Eisenoxid-Elektrolyse: Stahlherstellung mit Strom statt Kohle
    Eisenoxid-Elektrolyse
    Stahlherstellung mit Strom statt Kohle

    Das Forschungsprojekt Siderwin entwickelt einen Prozess zur klimafreundlichen Stahlherstellung mittels direkter Elektrolyse.
    Von Hanno Böck

  3. Corona: Google verschiebt Rückkehr ins Büro
    Corona
    Google verschiebt Rückkehr ins Büro

    Erst Anfang 2022 will Google entscheiden, wann Mitarbeiter in den USA wieder in ihre Büros kommen sollen - die ursprüngliche Planung ist obsolet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /