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Energiewaffen: US Army investiert in Entwicklung neuer Laserwaffen

Die US-Armee verstärkt ihr Engagement im Bereich Gerichteter Energiewaffen, wie die jüngste Investition zeigt. Die Waffe ist zur Flugabwehr gedacht.
/ Andreas Donath
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Locust-Laserkopf (Bild: BlueHalo)
Locust-Laserkopf Bild: BlueHalo

Die US-Armee steckt 95,4 Millionen US-Dollar in die Forschung und Entwicklung der Lasertechnologie von Blue Halo. Die US-Armee setzt deren Lasersystem Locust(öffnet im neuen Fenster) zur Drohnenabwehr seit 2022 im Nahen Osten ein.

Blue Halo kündigte die Finanzierung im Rahmen(öffnet im neuen Fenster) des Lardo-Programms (Laser Technology Research Development and Optimization) an. Ziel ist es, Größe, Gewicht und Leistung der Laserwaffen zu optimieren.

Die aktuellen Locust-Systeme sind mit einer KI ausgestattet, die Ziele verfolgen, identifizieren und mit einem Hochenergielaser bekämpfen kann, der eine Leistung von bis zu 20 kW erreicht. Diese sogenannte Hard-Kill-Fähigkeit soll es der Armee ermöglichen, gegnerische Drohnen, Raketen und Mörsergranaten unter Vermeidung von Lärm und Zerstörung sowie einer Reduktion möglicher Kollateralschäden zu vernichten.

Das Herzstück des Locust-LWS ist ein skalierbarer Laser mit einer Ausgangsleistung von 2 bis 20 kW. Das System verfügt über ein Radar mit Phased-Array-Antenne und elektronischer Strahlschwenkung. Locust ist laut Hersteller mit mehreren Sensoren ausgestattet, darunter einer SWIR-Kamera (Short Wave Infrared)(öffnet im neuen Fenster) mit 3-fachem Zoom, einem augensicheren Laserentfernungsmesser sowie MWIR-Sensoren (Midwave Infrared)(öffnet im neuen Fenster) mit Zoomoptik. Die Sensoren sollen die Verfolgung mehrerer Ziele, selbst bei kleinen, schwarmartigen Bedrohungen, ermöglichen.

Mit seinem integrierten Batterie- und Kühlsystem ist das Locust-LWS laut Hersteller in der Lage, mehr als 100 Sekunden lang ununterbrochen zu feuern. Das System kann über Akku, Generator oder Landstrom betrieben werden.

Fortschreitende Laserwaffentechnologie

Locust ist aber aufgrund seines Energiebedarfs praktisch nur stationär einsetzbar. Im Gegensatz dazu führte Lockheed Martin sein 50-kW-System Deimos vor, das für die Montage auf einem Stryker-Radschützenpanzer(öffnet im neuen Fenster) konzipiert und mobil einsetzbar ist.

Die Forschungsunterstützung für Blue Halo zielt darauf ab, Automatisierung, Effizienz und Leistung zu verbessern, während die Laserwaffen robuster werden sollen.


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