Meerwasser wird entsalzt und zerlegt

Aus diesem Grund ist die erste Station eine Entsalzungsanlage. Das demineralisierte Wasser landet dann im Elektrolyseur. Er befindet sich in einem Normcontainer und hat eine Leistung von einem Megawatt. Pro Stunde wird er 200 Kubikmeter Wasserstoff erzeugen.

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Er wird über eine bestehende Pipeline zur Plattform P15 im südlichen Sektor der niederländischen Nordsee transportiert. Sie fungiert als eine Art Sammel- und Umschlagplatz der fossilen Rohstoffe Öl und Gas, die auf mehreren benachbarten Plattformen gefördert werden. 2021 soll die Anlage erstmals Wasserstoff produzieren.

Schon vor ein paar Jahren haben US-Forscher gezeigt, dass man Wasserstoff mit auf Schiffen verfügbaren Rohstoffen herstellen kann. Im Auftrag der US-Marine produzierten sie Kerosin aus Meerwasser, Kohlendioxid, das sie ebenfalls aus Meerwasser gewannen, und Strom.

Zeitweise plante das Militär, derartige Anlagen auf Flugzeugträgern einzusetzen, um Treibstoff für Kampfflugzeuge herzustellen. Statt Ökostrom sollte allerdings Atomstrom genutzt werden.

Niederlande bereiten die Wasserstoff-Wirtschaft vor

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Andere Länder haben da andere Ansätze. Die Niederlande streben etwa den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft an, also einen Verzicht auf fossile Brennstoffe, sogar auf Erdgas. Mehrere niederländische Erdgaspipelines sind bereits für den Transport von Wasserstoff aufgerüstet worden.

"Die Niederlande sind gut positioniert, um den Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben", sagte Gasunie-Chef Han Fennema. "Wir haben die Nordsee für die Wind- und Wasserstoffproduktion, Häfen als Logistikzentren, Industriecluster, die auf grüne Produktion umsteigen möchten, und eine hervorragende Transport- und Speicherinfrastruktur."

Vorbild für Deutschland

All das gilt auch für Deutschland. Hans-Martin Henning vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg gehört zu den Befürwortern einer Speicherung von Ökostrom in Form von Wasserstoff oder daraus in Verbindung mit Kohlendioxid hergestelltem synthetischen Methan. Bei den Berliner Energietagen im Mai 2019 setzte er sich für diese Art von Ökostrom-Speicherung ein.

Das vorhandene Erdgasnetz einschließlich der Kavernen, in denen Vorräte gespeichert sind, ist auf den jährlichen Transport von 800 bis 1.000 Terawattstunden (TWh) ausgelegt. Das ist deutlich mehr Energie, als in den Stromnetzen fließt, die auf 600 TWh kommen. Es ist noch reichlich Platz für synthetisches Gas, das aus Ökostrom gewonnen wird.

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 Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
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KlugKacka 30. Mai 2020

Energie kann nicht verloren gehen. Sonst würde sicher was beim Fundbüro abgegeben werden...

Ach 25. Mai 2020

Andererseits kann man schon etwas stolz sein, diese Situation noch einmal hingebogen...

Ach 25. Mai 2020

OK, danke, schön, wieder was dazu gelernt! Wenn in dem Falle auch, dass etwas wesentlich...

Ach 25. Mai 2020

Tja, was schlägst du vor? In die Richtung : "Transformator-Gleichrichter"? Das mit den...



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