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Energieversorgung: USA fördern Kohle mit Gesetz aus dem Kalten Krieg

Aus Gründen der nationalen Sicherheit will die US-Regierung mit 500 Millionen US-Dollar den Kohlebergbau in den USA erhalten.
/ Mike Faust
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Kohlekraftwerke stoßen nicht nur Treibhausgase aus, sondern auch giftige Stoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide. (Bild: Pexels / Marcin Jozwiak)
Kohlekraftwerke stoßen nicht nur Treibhausgase aus, sondern auch giftige Stoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide. Bild: Pexels / Marcin Jozwiak

Die US-Regierung nutzt Regelungen aus der Zeit des Kalten Kriegs, um Fördermittel für den Betrieb von Kohlekraftwerken und den Bau eines Kohleexportterminals freizugeben. Wie das US-Energieministerium mitteilt(öffnet im neuen Fenster), erfolgt die Finanzierung auf Grundlage des Defense Production Act, welcher den US-Präsidenten dazu ermächtigt, Bundesmittel zu nutzen, um die Privatwirtschaft in Bereichen zu stärken, die als kritisch für die nationale Verteidigung angesehen werden.

Weiter heißt es, dass 425 Millionen US-Dollar in die Erweiterung und Wiederbelebung 13 bestehender Kohlekraftwerke investiert werden sollen. Hinzu kommen 75 Millionen US-Dollar für den Bau des West-Gateway-Terminals, einem Exportterminal für Kohle, in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien.

Der Terminal soll an das Eisenbahnnetz angebunden werden und eine Umschlagkapazität von zehn Millionen Tonnen Kohle haben. Die US-Regierung plant, darüber Kohle an Länder wie Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam und Malaysia zu exportieren.

KI steigert Energiebedarf

Als Begründung für die Finanzierung über den Defense Production Act wird angeführt, dass die USA damit die für die nationale Sicherheit erforderlichen industriellen Kapazitäten und Energieressourcen sichern wollen. Die Gelder sollen den Kohlebergbau in den USA erhalten und eine zuverlässige Grundlaststromerzeugung unterstützen.

Die Kohleproduktion in den USA ist seit Jahrzehnten rückläufig. Mit 578 Millionen Tonnen im Jahr 2023 wurde weniger als die Hälfte des Volumens aus dem Jahr 2008 produziert, als die Kohleförderung ihren Höchststand erreichte. Der Rückgang soll aber weniger auf Gesetze zum Umweltschutz als auf den sinkenden Erdgaspreis zurückzuführen sein.

Durch die großflächige Einführung von KI-Technologien ist die Nachfrage nach Energie in den USA erstmals wieder angestiegen, was dazu führte, dass Kohlekraftwerke in Betrieb blieben, anstatt stillgelegt zu werden. Gleichzeitig stoppte die US-Regierung unter Donald Trump zahlreiche Projekte für erneuerbare Energien. Umweltorganisationen warnten bereits davor, dass Kohlekraftwerke neben Treibhausgasen auch Schadstoffe wie Stickoxide und Schwefeldioxid ausstoßen.


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