Energieversorgung: Terrapower bekommt Unterstützung aus Japan

Ein großer Konzern und eine Behörde aus Japan wollen dem von Bill Gates mitgegründeten Startup Terrapower beim Bau des ersten Atomkraftwerks helfen.

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Künstlerische Darstellung eines Terrapower-Reaktors
Künstlerische Darstellung eines Terrapower-Reaktors (Bild: Terrapower)

Unterstützung aus Fernost: Der japanische Mischkonzern Mitsubishi und die japanische Atomenergiebehörde haben angekündigt, sich an dem Projekt von Terrapower zu beteiligen. Das von Bill Gates mitgegründete US-Unternehmen will ein neuartiges Atomkraftwerk im US-Bundesstaat Wyoming bauen.

Die japanische Atomenergiebehörde (JAEA) und Mitsubishi Heavy Industries wollen Terrapower Daten aus japanischen Reaktoren zur Verfügung stellen. Zudem soll Terrapower technische Unterstützung aus Japan erhalten. Eine entsprechende Vereinbarung soll in diesem Monat unterzeichnet werden, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die japanische Tageszeitung Yomiuri.

Terrapower hatte den Bau des Atomkraftwerks im Juni vergangenen Jahres angekündigt. Standort wird der Ort Kemmerer im Südwesten des Bundesstaat Wyoming, wie Terrapower im November bekanntgegeben hatte. Das dortige Kohlewerk soll 2025 stillgelegt werden.

Terrapower wollte einen Reaktor in China bauen

Ursprünglich hatte Terrapower geplant, den ersten experimentellen Reaktor in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking zu errichten. Das Projekt musste das Unternehmen jedoch wegen der Restriktionen aufgeben, die die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in der Zusammenarbeit mit China erlassen hatte.

Terrapower entwickelt einen sogenannten Small Modular Reactor (SMR). Diese Reaktoren sind kleiner als die bisher gebauten. Sie sollen weniger aufwendig und sicherer sein. Es wird ein Flüssigsalzreaktor, der mit Natrium gekühlt wird. Er soll eine Leistung von 345 Megawatt haben. Bei Bedarf kann die Leistung auf 500 Megawatt gesteigert werden. Zum Vergleich: Der gerade abgeschaltete Teil des Atomkraftwerkes Gundremmingen in Bayern lieferte 1.344 Megawatt.

Die SMRs sollen mit Uran aus ausgedienten Brennstäben oder aus Atombomben betrieben werden können. Befürworter der Technik argumentieren, damit könnten die neuen Kraftwerke dazu beitragen, den Atommüll zu verringern.

Terrapower wurde 2016 gegründet. An der Gründung war Microsoft-Gründer Bill Gates beteiligt, der auch einer der Hauptinvestoren ist. Das Technologie- und Forschungsunternehmen entwickelt neben Flüssigsalzreaktoren (Molten Salt Reactor, MSR) auch Laufwellenreaktoren (Traveling-Wave Reactor, TWR).

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Dwalinn 03. Jan 2022

Natrium Ionen Batterien werden sicherlich ein wichtiger Baustein sein aber ich kann mir...

Dwalinn 03. Jan 2022

Habe nicht behauptet das Deutschland was besser macht. Alles auf eine Karte zu setzten...

Dwalinn 03. Jan 2022

Du gehst davon aus das wir alternative Energien nicht schnell genug aufbauen können setzt...

JE 02. Jan 2022

Daß Stromtrassen fehlen, vor allem Nord-Süd, steht ja ausser Frage. Auch gibt es aktuell...



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