Energieversorgung: Nachfrage nach Wärmepumpen kühlt ab - außer in Deutschland

Der Europäische Wärmepumpenverband zeigt sich wegen sinkender Absatzzahlen besorgt, aber hierzulande bleibt das Interesse groß.

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Ein Wärmepumpen-Installateur auf dem Trainingsgelände
Ein Wärmepumpen-Installateur auf dem Trainingsgelände (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Der Absatz von Wärmepumpen ist in Deutschland weiterhin hoch – auch wenn die Nachfrage in einigen europäischen Nachbarländern im Vergleich zum Vorjahr wieder sinkt. Das geht aus Zahlen hervor, die der europäische Wärmepumpenverband (EHPA) am 14. Dezember 2023 veröffentlicht hat. In den zehn Ländern, für die der Verband Zahlen erfasst, sank der Absatz im dritten Quartal des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 14 Prozent.

Auffällig ist, dass die Zahlen in Deutschland im Vergleich zu den anderen in der Auflistung angeführten Ländern stabil bleiben. Insgesamt wurden demnach über die ersten drei Jahresquartale rund 360.000 Wärmepumpen in Deutschland verkauft – schon jetzt mehr als im gesamten Jahr 2022.

Im Jahr 2022 wurden laut Statistischem Bundesamt bereits in 57 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude Wärmepumpen als primäre Heizenergiequelle verbaut. 2021 lag der Anteil noch bei 50,6 Prozent.

Heizungsbranche befürchtet Einbruch

Der Verband sieht den Rückgang dennoch als "Teil eines alarmierenden Trends, der das Erreichen der europäischen Dekarbonisierungsziele gefährdet." Wärmepumpen seien "die kosteneffizienteste und klimaneutralste Art zu heizen und zu kühlen", aber Verbraucher würden sie "als teuer und unsicher" ansehen, glaubt Thomas Nowak von EHPA und appellierte an die Politik, für eine Senkung der Stromkosten zu sorgen.

In Dänemark, Finnland und Italien lag die Zahl der verkauften Wärmepumpen über die letzten beiden Quartale unter denen des Vorjahres. In der Schweiz, Norwegen und Schweden sanken die Zahlen erst im letzten Quartal unter den Vorjahreswert. Auch in Frankreich sank die Zahl im dritten Quartal 2023 auf rund 121.200 verkaufte Anlagen – nur knapp über den 120.700 in Deutschland im gleichen Zeitraum verkauften.

Nach Daten des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als eine Million Heizungen verkauft. Den Zahlen der EHPA zufolge sind rund ein Drittel davon Wärmepumpen. Die Heizungsbranche in Deutschland stellt sich für das kommende Jahr insgesamt auf einen deutlichen Einbruch der Zahlen ein.

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Mnyut 29. Dez 2023

Wenn der Durchfluss für's Abtauen nicht reicht, ein kleiner Speicher im Rücklauf. Im...

Waldemar 28. Dez 2023

Es war nicht meine Absicht, Dir zu widersprechen. Aber wenn Du es wünschst ... Du wirst...

captain_spaulding 20. Dez 2023

Der Stromverbrauch von Klimaanlagen ist komplett vernachlässigbar, weil wenn man die...

captain_spaulding 20. Dez 2023

Mein Energieverbrauch für Warmwasser im Sommer macht mir keine 5% der Gesamtenergie aus...



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