Abo
  • Services:
Anzeige
Intels Smart Grid auf der Cebit 2014
Intels Smart Grid auf der Cebit 2014 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Energieversorgung: Intel will vom Router bis zum Umspannwerk ins Smart Grid

Intels Smart Grid auf der Cebit 2014
Intels Smart Grid auf der Cebit 2014 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Am Abend des ersten Messetages widmete sich Intel bei seiner Cebit-Veranstaltung ganz den Themen Big Data und Smart Grid. Dabei geht es nicht nur um mehr Effizienz - auch die Datenschutzprobleme sind erheblich.

Anzeige

Warum die gesamte IT-Branche schon seit Jahren hinter digital vernetzter Stromversorgung her ist, wird an einer Zahl deutlich: Rund eine Million Schaltanlagen gibt es in Deutschland. Damit sie ein Smart Grid bilden können, müsste rund die Hälfte umgerüstet werden, sagte Intels EMEA-Chef Christian Morales in Hannover. Damit sind vom großen Umspannwerk bis zum Verteiler am Straßenrand und dem Anschluss im Gebäude alle derartigen Anlagen gemeint.

Chips für eine halbe Million Geräte - und das nur in einem einzigen Land - verkauft auch Intel nicht jeden Tag, und daher ist das Interesse dieses Unternehmens wie auch bei vielen anderen am Smart Grid besonders groß. Ein zentrales Anliegen ist, die Effizienz zu verbessern. Der Bedarf an Energie soll im Voraus erkannt werden.

  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
Intels Vision vom Smart Grid (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)

Wie Intels Geschäftsführer für Zentraleuropa, Hannes Schwaderer, nach Morales sagte, werden in Deutschland zehn Prozent des Stroms nur als Reserve produziert. Aber nur an insgesamt vier Tagen im Jahr wird diese Energie auch benötigt. Ein anderes Problem sind die erneuerbaren Energien: Sie können laut Intel an Spitzentagen so viel Strom erzeugen wie alle CO2-emittierenden Energieformen zusammen. Würde man das, beispielsweise anhand der Wettervorhersage, zuvor bestimmen, könnten Kohle- und Gaskraftwerke schneller gedrosselt werden.

Auch der Bedarf im Zuhause kann bisher nur anhand der Zeiten geschätzt werden. Für Letzteres hat Intel mit dem Produkt Puma 6 ein Gerät im Angebot, das den üblichen Router mit dem Smart Meter vereint. Der Puma kann von DSL über Glasfaser und Kabelmodem bis zu LTE mit allen verbreiteten Infrastrukturen vernetzt werden und zudem den Energiebedarf beständig messen. Kern ist dabei ein Chip mit Atom-Architektur.

Spätestens an diesem Punkt stellt sich aber die Frage nach dem Datenschutz: Wer wie lange mit wie heißem Wasser geduscht hat, geht vielleicht noch die Energieversorger und sonst niemanden etwas an. Intel setzt dabei auf die hauseigenen Lösungen, die noch unter dem Namen McAfee vertrieben werden, arbeitet aber auch mit Unternehmen wie Wind River zusammen, das Echtzeitbetriebssysteme herstellt.

Nicht nur die Smart Meter, auch die anderen Geräte eines Smart Grids müssen gegen digitale Angriffe geschützt werden. Das betonte Intel zwar mehrfach, blieb in den Vorschlägen aber recht vage. Zentral wird der Datenschutz dann bei der Auswertung der Daten eines Smart Grids, die - natürlich - auf Intels Xeon-CPUs erfolgen soll. Bei einer halben Million Schaltanlagen und allen vernetzten Haushalten, die permanent Daten liefern, ist die von Menschen vorgenommene Nutzung des Internets wohl schon als klein zu betrachten.

Was sich mit Big Data abgesehen von Smart Grids im Jahr 2020 anstellen lassen können soll, zeigte Intel abschließend mit einem Rendervideo. Auf dem Weg ins Stadion wurde ein Sportfan von seinem Auto vor Regen gewarnt - das Fahrzeug änderte auch gleich die Straßenlage. Den richtigen Parkplatz wies RFID zu, und sogar, dass die Fan-Mützen im Stadion gerade billiger geworden waren, wurde dem Fahrer mitgeteilt.

Das erscheint als voll ausgebautes Internet der Dinge vielleicht alles schrecklich bequem - wer aber all die Daten letztendlich speichert und wozu sie sonst noch verwendet werden, war in diesem Imagefilm nur ein Randthema.


eye home zur Startseite
User_x 11. Mär 2014

und wieviel extra strom verpulvern dann die xeons und atoms um nur vorhersagen bestimmen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TUI Group, Hannover
  2. SCHIFFL GmbH & Co. KG, Hamburg
  3. ANSYS Germany GmbH, Hannover
  4. Deutsches Krebsforschungszentrum Abt. Personal- und Sozialwesen (M210), Heidelberg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung bei Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

  1. Bandbreite allein ist ein schlechter Indikator...

    DrBernd | 18:11

  2. Eigene Server?

    MeinSenf | 18:09

  3. Re: Fakenews: Am 01.01.2023 wird das UKW-Radio...

    FreiGeistler | 18:06

  4. Re: Wahlprogramm Die PARTEI

    Techn | 18:06

  5. Re: Habe es immer noch nicht ganz verstanden

    Microwave2000 | 18:02


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel