Der Strom fließt

Die für die Sicherheit der Energieversorgung zuständige Stelle ist die Bundesnetzagentur. Die Behörde ließ sich bereits vor Wochen über die personellen und technischen Notfallpläne der Netz- und Kraftwerksbetreiber informieren. "Nach unserer Einschätzung sind die Netzbetreiber bestmöglich vorbereitet, die sichere Versorgung zu gewährleisten. Eine besondere Gefährdung der Strom- und Gasversorgung ist nicht erkennbar", sagt Sprecher Fiete Wulff.

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Für sensible Bereiche, etwa die Schaltleitungen, hätten die Übertragungsnetzbetreiber Vorkehrungen getroffen, heißt es beim Branchendienst Energate. So könnten diese die Aufrechterhaltung des System- und Geschäftsbetriebs jederzeit gewährleisten.

Volker Quaschning, Spezialist für erneuerbare Energien an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, ist zwar auch gelassen, sieht aber Risiken: "Es ist unbedingt notwendig, dass bei der Coronakrise die Versorgung ohne Unterbrechungen aufrechterhalten wird. Akut ist diese nicht bedroht, was sich bei extremen Krankheitsständen ändern könnte."

In Österreich ist man da etwas vorsichtiger. Der Energieversorger Wien Energie hat vorsorglich 53 Mitarbeiter in Isolation geschickt - sie halten sich nun von Psychologen betreut, in den Kraftwerken auf.

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"Die Nachfrage nach Mineralölprodukten ist im Zuge der Coronakrise nach Information der Gesellschaften bereits zurückgegangen. Der Transport-, Pendler- und insbesondere der Reiseverkehr sind reduziert", sagt Alexander von Gersdorff, Sprecher beim Mineralölwirtschaftsverband (MWV). "Unsere Mitgliedsunternehmen verfügen über individuelle Verhaltensrichtlinien und Krisenpläne. Diese sollen in erster Linie die Gesundheit der Mitarbeiter, Kunden und Partner und auf diesem Wege auch die Versorgung von Verbrauchern und Wirtschaft mit Mineralölprodukten sicherstellen, voran Benzin, Diesel und Heizöl", so Gersdorff.

Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt im Übrigen Handlungsempfehlungen für Unternehmen bereit, insbesondere für Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Und wie sieht's mit der Telekommunikation aus?

Auch dafür ist die Bundesnetzagentur zuständig. Sprecher Fiete Wulff sagt: "Die Anbieter sind auf eine Zunahme des Datenverkehrs gut vorbereitet. Die Netze sind derzeit stabil und gravierende Beeinträchtigungen werden aktuell nicht erwartet."

Der in Frankfurt basierte weltgrößte Internet-Knoten DE-CIX hat mitgeteilt, dass der durchschnittliche Datenverkehr zuletzt um zehn Prozent gestiegen sei. Laut Branchenverband Bitkom ermöglicht die Breitband-Infrastruktur in Deutschland eine hohe Verfügbarkeit. Die Spitzenbelastungen entfallen demnach regelmäßig auf die Abendstunden. Infolge der Corona-Pandemie verlagern sich viele berufliche und private Tätigkeiten in das eigene Zuhause und damit auch ins Internet.

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 Energieversorgung: "Die trockenen Sommer waren eine größere Herausforderung"
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