Ein zweiter Einsatz für ausrangierte E-Auto-Akkus

Die Pilotanlage für das Second Life Batteries genannte Projekt befindet sich in einem weißen Flachbau im Hamburger Hafen, direkt an der Elbe und nahe dem Kreuzfahrtterminal Steinwerder. Mit einer Leistung von zwei Megawatt und einer Speicherkapazität von 2,8 Megawattstunden (MWh) könnte man einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt sieben Monate lang mit Strom versorgen. Das Ziel ist jedoch, solche Batteriespeicher in das Energiesystem zu integrieren, um "vielen kleinen Anlagen über den Stromhandel einen Marktzugang zu verschaffen", wie Pieter Wasmuth von Vattenfall bei der Inbetriebnahme des Batteriespeichers erklärte. Auch hier geht es also vor allem darum, Primärregelleistung bereitzustellen.

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"Als Primärreserve eignen sich Batteriespeicher besser als Kraftwerke, weil sie schneller und flexibler sind", erklärt Daniel Hustadt, Projektleiter von Second Life Batteries. Die ausrangierten Lithium-Ionen-Akkus, die aus rund 100 E-Mobilen der internationalen BMW-Testflotte stammen, liefern ebenfalls innerhalb von Millisekunden Strom. Deren Verwendung ist zudem aus Umweltschutzgründen sinnvoll, weil sie die Lebensdauer der Batterien um mindestens zehn Jahre verlängert. Schließlich sind sie eine wertvolle Ressource.

Forschung unter realen Bedingungen

Das Entwicklungsprojekt diene dazu, besser zu verstehen, "auf welche Anforderungen Batteriesysteme ausgelegt werden müssen," sagt der Projektleiter. Für Bosch beispielsweise sei es wichtig, einen Steuerungsalgorithmus zu entwickeln, der für maximale Leistung und Lebensdauer der Batterien sorge. Und alle drei Projektpartner gewinnen "neue Erkenntnisse über das Alterungsverhalten und die Speicherkapazität von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien und deren Fähigkeiten, Systemdienstleistungen zu erbringen."

Anfangs sei es nicht einfach gewesen, das Zusammenspiel zwischen Wechselrichter und Batterien optimal aufeinander abzustimmen, berichtet Wirtschaftsingenieur Hustadt. Jede Batterie kommt in einem anderen Ladungszustand an. Die dann aufeinander abzustimmen, ist aufwendig. Aber seitdem es funktioniert, handelt der schwedische Energiekonzern die Stromreserven der Pilotanlage ebenfalls am Primärregelenergiemarkt.

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Der nächste logische Schritt scheint da die Kombination aus Erzeugungs- und Speicheranlagen.

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Kleba 24. Sep 2019

Wie gesagt, genau weiß ich es nicht. Habe nur mal bei diversen Seiten zu Pro/Contra...

Copper 24. Sep 2019

Peak oil ist nicht vom Tisch, neue Fördertechnologien machen neue Ölquellen zugänglich...

John2k 24. Sep 2019

Immer wieder die selbe Leier seit Jahren. Wie das immer so ist, mit einfachen Stoffen...

Kleba 23. Sep 2019

Richtig. Und mit einer Umwandlung in Methan oder Wasserstoff könnte auch das vorhandene...



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