Die Technik übersteht 100 Jahre

Für die Planung eines Speichers werden ein bis zwei Jahre und für den Bau weitere zwei bis vier Jahre angesetzt. Die ersten Großprojekte im GWh-Maßstab sollen deshalb erst zwischen 2025 und 2027 fertiggestellt werden. Neben einer Pilotanlage existiert bislang aber nur ein 2019 fertiggestellter kleiner 10-MWh-Speicher.

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Der Bau der Anlagen dauert deutlich länger als bei Batterienetzspeichern, die modular aufgebaut sind und nur am endgültigen Standort installiert werden müssen. Auf diese Weise konnte Tesla in Australien einen 194-MWh-Speicher in weniger als einem halben Jahr nach der Ausschreibung aufbauen. Auch die Standortwahl der Druckluftspeicher ist eingeschränkt auf Orte mit Untergrundgestein ohne starke Verwerfungen. Batteriespeicher sind im Einsatz schneller, flexibler und effizienter.

Andererseits wird für die Druckluftspeicher eine ähnlich lange Betriebsdauer wie für Pumpspeicherkraftwerke erwartet. Das Unternehmen spricht bei guter Wartung von 50 Jahren Betriebsdauer, bis eine Generalüberholung der Kraftwerksanlagen nötig wird, durch die der Betrieb auf 100 Jahre ausgedehnt werden kann. Die Hersteller von bestehenden Batteriespeichern garantieren die volle Speicherkapazität hingegen nur für 10 bis 20 Jahre. Der Betrieb des Speichers ist auch nach Ablauf dieser Zeit weiterhin möglich.

Langfristig sind Akkus günstiger und flexibler

Nach den veröffentlichten Zahlen von Hydrostor sollen die Kapitalausgaben für die großen geplanten Druckluftspeicheranlagen bei 250 US-Dollar pro kWh Speicherkapazität liegen und damit unter denen von aktuellen Batteriespeichern. Wegen der langen Bauzeit müssten aber die projizierten Kosten im Jahr 2025 bis 2027 als Vergleichswert dienen. Bis dahin sollen Kapitalausgaben für Batteriespeicher etwas niedriger sein, allerdings bei kürzerer Betriebsdauer.

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Die lange Betriebsdauer scheint Druckluftspeicher zunächst zu einer attraktiven Alternative zu Batteriespeichern als Übergangslösung zu machen, zumal die Verfügbarkeit von Lithium-Ionen-Akkus durch die Nachfrage nach Elektroautos derzeit stark begrenzt ist. Die relativ großen Speicherverluste von 40 Prozent pro Ladezyklus machen die Investition aber durch geringeren Umsatz und höhere Einkaufskosten langfristig viel weniger wirtschaftlich als vergleichbare Batteriespeicher. Ein ähnliches Effizienzproblem haben auch die Eisen-Luft-Akkus von Form Energy.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Beide Techniken sollen den Aufbau großer Speicherkapazitäten zum Ausgleich der täglichen Angebotsschwankungen möglich machen, ohne auf eine Versorgung mit knappen Rohstoffen angewiesen zu sein. Dabei erzeugen sie jedoch erhebliche Energieverluste. Hintergrund für das Investoreninteresse dürfte der kurzfristige Bedarf sein.

Durch den derzeit stattfindenden Aufbau von Kapazitäten zum Bau von Natrium-Ionen-Akkus ist bis 2030 mit einem starken Fall der Investitionskosten für stationäre Batteriespeicher zu rechnen, die günstiger und flexibler einsetzbar sind. Bis dahin soll durch Techniken wie Druckluftspeicher von Hydrostor aber Planungssicherheit für die Verfügbarkeit von Energiespeichern hergestellt werden.

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 Energiespeicher: Große Druckluftspeicher locken Investorengelder an
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Lars J. 20. Jan 2022

Ich glaube mein Konzept ist nicht ganz rübergekommen, glaube aber nicht, dass das nochmal...

yooyoo 20. Jan 2022

Ein guter Elektrolyseur hat typischerweise einen Wirkungsgrad von 75%. Dann muss der...

Kilpikonna 20. Jan 2022

Es geht aber nicht nur um die Energiemengen, sondern auch darum, auf welchem Niveau die...

nuclear 20. Jan 2022

Das Wasser ist dafür da, damit der Druck konstant bleibt und somit die Turbine im idealen...



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