Energiespartechnik: Vodafone fasst mit Ericsson 700, 800 und 900 MHz zusammen

Vodafone hat Ericssons neue Antennentechnik eingesetzt. Sie bündelt aktive Technik und spart Energie ein.

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Antenne von Ericsson
Antenne von Ericsson (Bild: Ericsson)

Vodafone Deutschland hat zusammen mit seinem Ausrüster Ericsson eine Energiespartechnik im Mobilfunknetz implementiert. Das gab Ericsson am 23. November 2023 bekannt. An der aktiven Komponente des Radio 6646 der Mobilfunkantenne werden Flächenfrequenzen bei 700, 800 und 900 Megahertz und Funkzellen in einem System zusammengefasst, was 32 bis 40 Prozent weniger Energie verbrauchen soll.

Im niederrheinischen Wachtendonk wurde die Technologie in den vergangenen Wochen im Live-5G-Netz getestet. Hier startet jetzt auch der Alltagsbetrieb. In den kommenden Monaten soll das Ericsson-Produkt auch in anderen Mobilfunkstationen eingesetzt werden.

Die Technik an den Funkmasten nennt man RAN. Bei Vodafone rüsten Huawei und Ericsson im Verhältnis 50:50 aus.

"Erstmals bündeln wir an unseren Mobilfunkstationen die aktive Technik von unterschiedlichen Flächenfrequenzen und brauchen dafür ein Drittel weniger Strom als bislang", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Philippe Rogge.

Single RAN ermöglicht den Mobilfunkbetreibern jedoch seit Jahren, bestehende Netze effizient und softwaregesteuert zu modernisieren, da die vereinheitlichte Hardware gleichzeitig die bestehenden Mobilfunkstandards GSM, LTE und 5G unterstützt. "Mit Single RAN kommt alles aus einer Hardware und wird softwaregesteuert", sagte Walter Goldenits, damaliger Technikchef Telekom Deutschland, am 17. März 2017 Golem.de.

Ericsson setzt Radio 6646 bei Vodafone ein

Radio 6646 soll die Kapazität von 5G-Netzen erhöhen, insbesondere in Kombination mit Mid-Band-TDD über Carrier Aggregation und 5G Standalone (5G SA). Das Produkt wurde vor rund einem Jahr im Aachener Eurolab von Ericsson vorgestellt.

"Vor rund einem Jahr feierten wir bei der Vorstellung der Radio Unit 6646 eine Weltpremiere. Beim Imagine Live Innovation Day im Forschungs- und Entwicklungszentrum stellten unsere Experten die innovative 5G-Technik erstmalig vor", erklärte Daniel Leimbach, Westeuropachef von Ericsson.

Pro Mobilfunkstandort könne der Energiebedarf im Jahr so um rund 2.500 Kilowattstunden (kWh) reduziert werden. Das entspricht in etwa dem jährlichen Energiebedarf eines Zwei-Personen-Haushaltes. Bei großflächiger Freischaltung der Technologie an mehreren Tausend Stationen im Netz könnten pro Jahr rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden.

Vodafone fügte erst im April 2023 zur 5G Carrier Aggregation die Frequenz um 700 MHz hinzu. In diesem Frequenzbereich können bis zu 200 MBit/s erreicht werden. Dies hängt aber davon ab, ob es sich um 2x2- oder 4x4-MIMO (Multiple Input Multiple Output) handelt, denn die Bandbreite des Funkkanals lässt sich mit der Anzahl der Sendeantennen linear erhöhen.

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