Energiesparen: Vodafone schaltet nachts das LTE-Netz teilweise ab

Im Mobilfunknetz von Vodafone wird nachts Energie gespart. Das Onlinemagazin Teltarif(öffnet im neuen Fenster) hatte zuerst über die Abschaltung berichtet, die Betroffene in dem Telefon-Treff-Forum(öffnet im neuen Fenster) bekanntgemacht hatten. Dort hieß es in dieser Woche: "Mir ist im Vodafone-Netz in den letzten Tagen aufgefallen, dass bei Multi-Carrier-Standorten immer ab 0 Uhr alle LTE-Carrier mit Ausnahme des Band-20-Carriers abgeschaltet werden. Morgens um sechs sind sie dann wieder da. Hat das noch jemand beobachtet?"
Ein anderer Forennutzer hat vor seinem Fenster eine reine LTE-800-Antenne, mit dem Programm G-Nettrack loggt er alles mit Timestamp mit: "Seit einer Woche habe ich nun den Effekt, dass ich nachts ab genau 0:00 Uhr nicht mehr mit der 800/1800-CA-Zelle verbunden bin, sondern entweder mit der weit entfernten 1800-Only oder, wenn ich ein Zimmer weiter gehe und das Signal zu schwach wird, mit der 800er direkt vor dem Fenster." Gegen sechs Uhr morgens wechsele das Mobiltelefon dann wieder in die 800/1800-CA-Zelle.
Was nachts passiert
Vodafone-Sprecher Volker Petendorf hat Golem.de den Bericht bestätigt. Mit Power Saving Features würden nachts nicht benötigte Kapazitäten des Netzes im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes deaktiviert. "Diese nächtliche Deaktivierung des 2600-Layers nehmen wir bereits seit 2014 erfolgreich vor - jeweils unter der Voraussetzung, dass an der jeweiligen Basisstationen - neben den 2600er-Frequenzen - auch 1800er- und oder 800er-Frequenzen genutzt werden. Die Abschaltung der 2600er-Frequenzen erfolgt in der Zeit von 0 bis 7 Uhr. Sobald auf der LTE-800-Frequenz wieder Verkehr läuft, wird die 2600er-Frequenz wieder aktiviert."
Die Energieeffizienzmaßnahmen im Netzbetrieb dienten dem Klimaschutz. So führte auch die bundesweite Modernisierung des Vodafone-Netzes zu einer erheblichen Stromersparnis von etwa 30 Prozent pro Basisstation - und somit zu einer CO2-Reduktion.