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Energiegewinnung:
Zu wenig Magma-Nachschub für die Geothermie

Bei Diskussionen über Geothermie klingt es oft so, als könnten vulkanisch aktive Gegenden wie Island den Rest der Welt mit Energie versorgen. Aber ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass dieser Eindruck täuscht.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Islands berühmte Blaue Lagune wird von einem Geothermiekraftwerk gespeist. (Bild: Panoramio/Wikimedia)
Islands berühmte Blaue Lagune wird von einem Geothermiekraftwerk gespeist. Bild: Panoramio/Wikimedia / CC-BY 3.0

Am 26. Januar 2020 gab der isländische Wetterdienst Alarm(öffnet im neuen Fenster) , mit der niedrigsten Warnstufe. Der Þorbjörn-Vulkan (die Aussprache des Þ entspricht dem englischen th im Wort thorn) und die umliegende Landschaft hoben sich um mehrere Millimeter pro Tag, begleitet von einer Reihe von Erdbeben unter dem Vulkan. Wenn nicht viel mehr Magma nachkommt, ist wohl kein Ausbruch zu befürchten. Das ist auch gut so, denn wenige Kilometer südlich des Vulkans liegt die Kleinstadt Grindavik und nördlich davon das Geothermiekraftwerk Svartsengi. Dessen warmes Kühlwasser speist die berühmte Blaue Lagune, die trotz des Namens weit vom Meer entfernt liegt.

Die Geothermie ist eine der wichtigsten Energiequellen des Landes. Island liegt an der Grenze zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte. Die beiden Platten driften auseinander und an der Grenze ist die Erdkruste besonders dünn. Das heiße Erdinnere ist der Oberfläche besonders nah, wodurch schon in geringer Tiefe heiße Gesteinsschichten liegen. Mit deren Hilfe wird Wasser aufgeheizt, in Dampf verwandelt und damit Turbinen angetrieben. Aber diese Energiequelle ist nicht unerschöpflich.

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