Energiebedarf von Rechenzentren: Tech-Unternehmen bauen Schattenstromnetz
In den USA entsteht ein umfangreiches Schattenstromnetz, das von großen Technologieunternehmen aufgebaut wird. Wie die Washington Post berichtet(öffnet im neuen Fenster) , werden immer mehr private Kraftwerke vor Ort errichtet, um den enormen Energiebedarf von KI-Rechenzentren unabhängig von der öffentlichen Energieversorgung zu decken.
Durch den Bau eigener Kraftwerke umgehen Unternehmen jahrelange Wartezeiten für Netzanschlüsse. Da für den Bau der meisten dieser Insellösungen Erdgas als Energieträger eingesetzt wird, erwarten Kritiker einen massiven Anstieg der CO₂-Emissionen.
Hinzu kommt die Befürchtung, dass neue ökologische sowie wirtschaftliche Spannungsfelder zwischen Gemeinden und den Tech-Unternehmen entstehen. Letztere profitieren vom politischen Rückhalt der Trump-Regierung, die eine selbstständige Energieversorgung befürwortet.
Abkehr vom Klimaversprechen der Konzerne
In einigen US-Bundesstaaten wurden bereits Gesetze verabschiedet, die Genehmigungsverfahren erleichtern und lokale Kontrollen einschränken. Dadurch wird der Bau solcher Anlagen auch in Gebieten möglich, in denen das bisher nicht erlaubt war.
Zudem wird befürchtet, dass sich Großabnehmer komplett aus dem öffentlichen Netz zurückziehen und die dort anfallenden Instandhaltungskosten ausschließlich auf klassische Kunden abgewälzt werden.
Die Entwicklung stellt eine deutliche Abkehr von den Klimaversprechen in den Agenden der Tech-Unternehmen dar. Entsprechend wird damit gerechnet, dass der massive und oft intransparente Ausbau der Energieinfrastruktur zwar das Wachstum der Branche beschleunigt, gleichzeitig aber ökologische, technische und soziale Herausforderungen mit sich bringt.
In den Grundzügen tauchen diese Probleme auch in Europa bereits auf. Es fehlt hierzulande ebenfalls Strom für KI-Rechenzentren (g+) . Und von Anwohnern werden Projekte für geplante Rechenzentren abgelehnt .
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