Auftrag aus Kalifornien

Der Gasnetzbetreiber will künftig die Technik des in Bayern ansässigen Unternehmens im großen Stil einsetzen. Aktuell wird die Technik vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums geprüft. Eine Versuchsanlage beim NREL in Golden im US-Bundesstaat Colorado ist vor wenigen Tagen in Betrieb genommen worden.

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Ziel des Projekts in Colorado ist, die Effizienz des Prozesses zu verbessern sowie die Wirtschaftlichkeit dieses P2G-Verfahrens zu untersuchen. Die erste kommerzielle Anlage soll in Kalifornien gebaut werden und voraussichtlich 2021 in Betrieb gehen. Sie wird in der Nähe von Mülldeponien errichtet und mit Deponiegas, das zum großen Teil aus CO2 besteht, gespeist.

In Europa, wohin das Unternehmen vor einigen Jahren aus den USA übergesiedelt ist, gibt es bisher zwei Pilotanlagen: Die erste entstand 2016 bei einer Kläranlage in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die erhält von der Kläranlage das CO2 und versorgt diese wiederum mit Wärme und Sauerstoff. Die zweite steht in Zuchwil im Schweizer Kanton Solothurn, wo sie seit Anfang Juni Biomethan in das örtliche Gasnetz speist.

Nach Europa kam das Unternehmen Mitte des Jahrzehnts, als in den USA ein Fracking-Boom herrschte. Dadurch war der Gaspreis niedrig und es war Electrochaea nicht möglich, dringend benötigte Investitionen zu bekommen. Ein auf nachhaltige Technologien spezialisiertes Risikokapitalunternehmen aus München zeigte Interesse und so siedelte Electrochaea 2014 nach München um.

  • Electrochaea-Technikchefin Doris Hafenbradl eröffnet die Biomethansierungs-Anlage in Colorado. (Bild: NREL)
  • Sie steht auf dem Gelände der NREL. (Bild: NREL)
  • Die erste Anlage, in der Mikroben erneuerbares Methan erzeugen, steht in Kopenhagen. (Bild: Electrochaea)
  • Diese Anlage wurde im Juni in der Schweiz in Betrieb genommen. (Bild: Regio Energie)
  • Die Archaeen verdauen Kohlendioxid und Wasserstoff zu Methan... (Bild: Andreas Kling)
  • ... in solch einem Reaktor. (Bild: Electrochaea)
  • Electrochaea hat die Mikroorganismen durch Zucht verbesssert.  (Bild: Electrochaea)
  • So funktioniert das Verfahren. (Bild: Electrochaea)
So funktioniert das Verfahren. (Bild: Electrochaea)
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Dass die erste kommerzielle Anlage nicht in Deutschland, sondern in den USA gebaut wird, erklärt Hafenbradl mit dem hiesigen Strompreis. "Die größte Herausforderung ist das Geschäftsmodell, weil das von der Politik in Europa noch nicht genug unterstützt wird." Der Betreiber einer Anlage hierzulande müsse wie jeder andere Verbraucher die Stromnebenkosten wie Stromsteuer, Netzgebühr und EEG-Umlage bezahlen. Dadurch ist der Strom teurer als das Gas, das damit produziert wird.

Dabei werden Speichertechnologien dringend gebraucht: In Deutschland etwa hätten 2017 laut dem Bundesverband Windenergie 5,5 Terawattstunden mehr an Strom erzeugt werden können, wenn Windanlagen nicht gestoppt worden wären, weil das Netz keinen Strom aufnehmen konnte. Damit ließe sich eine Menge Methan produzieren, das fossiles Erdgas ersetzt.

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 Methan oder Wasserstoff
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M.P. 28. Aug 2019

Wir waren beim THTR (Klassenfahrt in der gymnasialen Oberstufe) so ca Ende der 70er...

/mecki78 26. Aug 2019

Selbst bei tausender solcher Anlagen in Deutschland wäre die Leckage verschwinden gering...

Peter Brülls 26. Aug 2019

Ja und? Ist dann halt so. Ich kann natürlich auch Schweinefleisch billig anbieten, wenn...

supergurki 26. Aug 2019

Patente auf Leben sind wichtig um Menschen die Grundlage für Leben (Nahrung und Co...

rcp48 26. Aug 2019

LPG ist nicht gewollt.



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