Strategischer Vorteil

Die Nachricht, dass Meerwasser als Ressource für Treibstoff tauge, hat ein gewisses Medienecho ausgelöst. Aber es geht der US-Marine vor allem darum, dass ein Flugzeugträger, der irgendwo auf den Weltmeeren fern der heimatlichen Küste kreuzt, vom Nachschub unabhängig ist.

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Sprich: Statt darauf zu warten, dass ein Tanker Treibstoff für die Flugzeuge anliefert, wird dieser einfach an Bord aus vorhandenen Rohstoffen produziert. Der Atomreaktor läuft ohnehin. Die Kosten sind zwar hoch und die Effizienz ist gering. "Aber wenn es hilft, Flugzeuge dort in die Luft zu bekommen, wo sie sonst nicht zur Verfügung stünden, dann hat das einen strategischen Vorteil", bringt Aigner es auf den Punkt.

Drei Bestandteile, einer davon knapp

Dennoch scheint die Idee bestechend: Kraftstoff aus Quellen, die im Überfluss vorhanden sind. Drei Bestandteile sind dafür nötig: Wasserstoff aus Wasser, Kohlenstoff aus Kohlendioxid sowie die Energie, die für die Verarbeitung aufgewandt werden muss. Anders als die ersten beiden Ingredienzien ist letztere knapp - und damit der Schlüssel zu einem praktikablen und sinnvollen Verfahren.

Aigner hält Atomkraft als Energiequelle jedoch nicht für geeignet. "Das Thema ist bei uns durch." Insofern tauge dieses Projekt nicht unbedingt als Beispiel. Es gebe bessere, etwa auf Basis von Bio- oder Solarenergie. Eine Möglichkeit sei etwa, eine Solaranlage in der Wüste am Meer zu errichten, etwa in einem der Staaten am Persischen Golf. Eine Alternative könnte eine riesige Schwimmplattform mit Solaranlage und der nötigen Infrastruktur sein, die in Höhe des Äquators verankert wird. Dort könnten mit den beschriebenen Verfahren aus Meerwasser künstliche Treibstoffe erzeugt werden.

Wirkungsgrad verbessern

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Es wird an solchen Projekten gearbeitet, auch das DLR beteiligt sich daran. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. So sei der Wirkungsgrad bei der Erzeugung chemischer Energieträger aus Sonnenenergie aktuell noch zu gering: Über die ganze Prozesskette liege er bei gerade einmal 2 Prozent. Angestrebt seien 10 Prozent. Um die nötigen Anlagen zu entwickeln und zu bauen, seien große Investitionen erforderlich. Solange Öl immer noch billig ist, werde sich kaum jemand dazu bereiterklären.

Dennoch sagt Aigner: "Das ist durchaus eine Vision, die funktionieren kann". Kohlenwasserstoffe seien gute Energiespeicher, da sie eine hohe Energiedichte hätten. Sie ließen sich gut mit Tankern transportieren und seien vielseitig einsetzbar, auch in heutigen Maschinen. Künstlich hergestellte Kohlenwasserstoffe seien den erdölbasierten überlegen, sagt Aigner: Sie speicherten mehr Energie, hätten bessere Zündeigenschaften und produzierten weniger Schadstoffe - und würden eben mit Energie aus regenerativen Quellen gewonnen.

Außer an der Herstellung alternativer Brennstoffe forschen die Wissenschaftler des Stuttgarter DLR-Instituts beispielsweise an der Optimierung der Verbrennung, um die Entstehung von Ruß in Motoren zu verhindern, oder beschäftigen sich mit Mikrogasturbinen für den privaten Gebrauch.

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 Energie: Wasser + Energie = Treibstoff
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RS_ 03. Mai 2014

Die Idee, per Elektrolyse mit Meerwasser flüssige Kohlenwasserstoffe herzustellen ist ja...

FaLLoC 29. Apr 2014

Die jährliche Erdölförderung beträgt ca 4 mrd t. In den Meeren schwimmen so um die 1...

borg 26. Apr 2014

Dafür habe die alten Römer auch heute noch ein höheres Ansehen aufgrund ihres hohen...

Hundgeburt 26. Apr 2014

Anscheinend rechnet der Wissenschaftler den Gesamt-Wirkungsgrad mit länger bekannten...



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