Biokraftstoffe sind zu Recht in Verruf geraten

All diese Varianten haben gemeinsam, dass sie noch weit von einer Realisierung entfernt sind. Neben den Ansätzen mit komplett neuen Antrieben gibt es die Möglichkeit, Kerosin durch vergleichbare ökologisch produzierte Treibstoffe zu ersetzen. Der Vorteil: Solche Treibstoffe unterscheiden sich chemisch kaum von Kerosin und können bereits jetzt in heute verfügbaren Flugzeugen genutzt werden. In geringem Maße geschieht das bereits.

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Eine Möglichkeit hierfür sind Biokraftstoffe, die aber aus gutem Grund in den letzten Jahren stark in Verruf geraten sind. Theoretisch können Biokraftstoffe kohlendioxidneutral sein. Pflanzen nehmen während ihres Wachstums so viel Kohlendioxid auf wie beim Verbrennen wieder freigegeben wird.

Doch das funktioniert nur, wenn die Anbaubedingungen der Pflanzen entsprechend ökologisch verträglich sind. Wenn, wie es in der Vergangenheit häufig geschehen ist, Regenwälder für die Produktion von Palmöl abgeholzt werden, wird die Klimabilanz schnell katastrophal.

Relativ unproblematisch ist es, Biomasse zu nutzen, die anderswo als Abfallprodukt entsteht, etwa bei der Lebensmittelproduktion. Klar ist aber: Die Menge an Biomasse, die ökologisch verantwortbar genutzt werden kann, wird sehr gering bleiben, und in vielen anderen Industrien kommt Biomasse ebenfalls als Alternative zu fossilen Brennstoffen in Frage. Den gesamten Flugverkehr damit zu betreiben, ist daher unrealistisch.

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Eine weitere Alternative sind elektrisch erzeugte synthetische Kraftstoffe, häufig auch E-Fuels genannt. Dabei wird mit Hilfe von Strom zunächst Wasserstoff erzeugt, und dann zusammen mit Kohlendioxid Kohlenwasserstoffe. Das Kohlendioxid kann dabei entweder aus Industrieanlagen oder Kraftwerken kommen oder direkt aus der Luft gefiltert werden. Langfristig kommt in einer klimaneutralen Wirtschaft nur Letzteres in Frage.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Der große Nachteil der E-Fuels: Die Herstellung ist sehr ineffizient und energieaufwändig. Betont wird das häufig in der Diskussion um E-Fuels im Autoverkehr, doch natürlich gilt das im Flugverkehr genauso. Die Strommengen, die man bräuchte, wären schwindelerregend hoch.

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senf.dazu 23. Nov 2020

Und nicht zu vergessen - Fluglärm und Flugschneisen wären dann auch passé. Und schneller...

senf.dazu 23. Nov 2020

Wie im Artikel beschrieben - man könnte drüber nachdenken das Wasser zu kondensieren und...

subjord 22. Nov 2020

Wir haben ja noch Biomasse Kraftwerke. Die werden uns noch sehr lange begleiten und die...

Bouncy 19. Nov 2020

Eben, Einzelheiten - deswegen sag ich "theoretisch ja", denn natürlich könnte man wenn...



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