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Dem Windrad auf den Zahn fühlen

Manche Maßnahmen zielen darauf ab, den Originalzustand älterer Anlagen wiederherzustellen. Ähnlich wie bei einem alten Fahrrad verstellen sich auch bei Windkraftanlagen mit der Zeit oder durch schlechte Montage Komponenten und müssen nachjustiert werden. Etwa die Stellung der Flügel. Deren Ausrichtung zum Wind ist für den Ertrag einer Windkraftanlage ausschlaggebend. Die Blätter werden dann schräg angeströmt und bringen nicht mehr ihre volle Leistung.

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Überprüft wird die Stellung der Rotorblätter entweder durch ein Lasermessverfahren oder eine fototechnische Auswertung. Anschließend wird die Anlage neu eingestellt. Durch das einfache Nachjustieren sowohl der einzelnen Rotorblätter als auch der gesamten Gondel wird die Leistungsfähigkeit der Anlage zwar nicht direkt erhöht, aber immerhin in den Originalzustand versetzt. Durch diese Maßnahme kann der Ertrag um mehrere Prozent gesteigert werden. Gehen wir von einer Zwei-Megawatt-Turbine aus, so bedeuten zwei Prozent mehr Ertrag 80.000 Kilowattstunden jährlich - genug für 20 Vier-Personen-Haushalte.

Eine Option, die Ausfälle durch aufwendige Reparaturen minimiert, liefern sogenannte Condition Monitoring Systeme, kurz CMS. Diese überwachen dank zahlreicher Sensoren wie etwa Dehnungsmessstreifen, Temperatur-, Beschleunigungs- und Körperschallsensoren sämtliche Anlagenparameter und fühlen dem Windrad förmlich auf den Zahn. Sie untersuchen beispielsweise das Getriebeöl auf Metallpartikel und geben Auskunft über Abrieb der Zahnräder. Genauso messen sie Unwuchten in den Flügeln, was wiederum auf Defekte hindeutet. Mit Hilfe dieser Daten kennen die Windradbetreiber stets den Zustand ihrer Turbine. So können sie gezielt vorsorgende Maßnahmen einleiten. Heißt: Komponenten werden getauscht oder repariert, wenn sich Schäden anbahnen, nicht erst wenn der Defekt da ist.

Blink, blink

Ähnliches gilt für die Befeuerung der Windkraftanlagen. Damit sind nicht etwa brennende Flügel gemeint, sondern die vorgeschriebene Kennzeichnung großer Bauwerke für die Luftfahrt. Man kennt das von den periodisch aufleuchtenden Lichtern auf Hochhäusern. Auch Windturbinen müssen so gekennzeichnet werden. Doch die blinkenden Lichter, speziell in großen Windparks mit zahlreichen Anlagen, können ganz schön anstrengend anzusehen sein, um nicht zu sagen: kirre machen.

Abhilfe schaffen synchronisierte Positionslichter, wobei alle Anlagen im Gleichtakt blinken. Noch besser sind bedarfsgeschaltete Befeuerungen. Sie leuchten nur auf, wenn tatsächlich Kollisionsgefahr besteht - also, wenn sich Luftfahrzeuge und Windräder in die Quere kommen. Dazu werden auf den Anlagen spezielle Radargeräte, die mit den Luftfahrzeugen kommunizieren, installiert.

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Cavaron 28. Sep 2019

Dann wäre die Aussage: Ok, Atomkraft wie wir sie bisher gemacht haben ist ein großes...

bombinho 24. Sep 2019

Bisher war doch das Argument, dass der fruehere flaechige Baumbewuchs sehr viel mehr...

bombinho 24. Sep 2019

Und dann sind die Dinger bei bewoelktem Himmel nicht einmal strahlend weiss sondern...

fabiausdemsüden 23. Sep 2019

Ich hätte nicht vermutet, dass es da so viele Möglichkeiten gibt:)

schnedan 23. Sep 2019

war mal im TV, da haben die einen Prototyp gebaut mit Strom zu Wasserstoff und...


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