Energie: Österreichs unterirdischer Wasserstoffspeicher
Im oberösterreichischen Gampern hat die RAG Austria AG (Renewables and Gas) den weltweit ersten geologischen Wasserstoffspeicher, den Underground Sun Storage(öffnet im neuen Fenster) , in Betrieb genommen. Ab Sommer soll aus Wasser und überschüssigem Solarstrom grüner Wasserstoff erzeugt werden.
Dieser soll mit 90 bar verdichtet und unterirdisch eingelagert werden, bis der Winter kommt. Dann soll das umweltfreundliche Gas als Energiequelle dienen. Die Anlage kann in etwa die Menge an Wasserstoff(öffnet im neuen Fenster) aufnehmen, die beim Sommerüberschuss von etwa 1.000 Fotovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern anfällt.
Der Underground Sun Storage ist eine Demonstrationsanlage. Sie bringe 4,2 Millionen kWh (4,2 GWh) Sommerstrom in Form von Wasserstoff in den Winter, sagte RAG-Chef Markus Mitteregger. Das sei zwar nicht viel, doch der Speicher in Gampern sei nur der Anfang.
Nächster Schritt: Wasserstoff auch nutzbar machen
Im Sommer will die RAG eine acht Kilometer lange Wasserstoffleitung zu einem nahe gelegenen Kraftwerk bauen. Dessen Gasturbinen sollen den Wasserstoff ab Ende 2023 in Wärme umwandeln.
Bisher deckt die RAG ungefähr sechs Prozent der EU-europäischen Gasspeicherkapazität ab. Das sind 6,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Wenn sich die Demonstrationsanlage in Gampern rentiert, will das österreichische Unternehmen seine jetzigen Speicher für die Wasserstoffspeicherung nutzen.
"Ein rascher Wasserstoffhochlauf ist unabdingbar. Es reicht nicht, den Ausbau erneuerbarer Energien zu forcieren. Der Sonnen- und Windstrom der Sommermonate muss speicherbar gemacht und so in den Winter gebracht werden" , erklärte Mitteregger. Wann eine größere Wasserstoffspeicheranlage entstehen soll, ist unklar.
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