Energie aus dem Möbelhaus: Ikea verkauft bald Ökostrom in Schweden

Ikea tritt in Schweden künftig als Stromanbieter auf. Über den Dienst Strömma beziehen Kunden ab September Wind- und Solarenergie vom Möbelhaus.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Ikea verkauft künftig nachhaltig produzierten Strom.
Ikea verkauft künftig nachhaltig produzierten Strom. (Bild: EVERT ELZINGA via Getty Images)

Die Möbelkette Ikea erweitert ihr Geschäftsfeld. Im Heimatland Schweden bietet das Unternehmen laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters ab September 2021 Ökostrom an. Kunden beziehen demnach über einen Abo-Service namens Strömma nachhaltig produzierte Elektrizität aus Wind- und Solaranlagen.

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Ihren Verbrauch verfolgen Nutzer über eine eigens zu diesem Zweck entwickelte Smartphone-App. Preise für das Stromangebot sind noch nicht bekannt. Ikea wirbt jedoch damit, dass der neue Service gut für die Umwelt und gut für die Geldbörsen der Kunden sei.

Laut Bericht will Ikea seinen Strom in Zukunft weltweit anbieten. In einer offiziellen Ankündigung verweist das Unternehmen darauf, dass es seinen Kunden bis 2025 im größten Teil seiner Filialen ermöglichen möchte, durch die hauseigenen Produkte und Services mehr nachhaltige Energie zu konsumieren und zu produzieren.

Verkauf von Solarmodulen bald ebenfalls weltweit

Letzteres soll vor allem durch Solarmodule ermöglicht werden, die Ikea schon heute in elf Märkten anbietet und die künftig auch weltweit erhältlich sein sollen. Deren Ertrag und Verbrauch können Kunden ebenfalls über die Strömma-App nachvollziehen und sollen so in die Lage versetzt werden, überschüssigen Strom weiterzuverkaufen.

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Ikea will weltweit ausschließlich Energie anbieten, die aus neuen Windkraft- und Solaranlagen gewonnen wird. Die Produktionsstätten dürfen demnach nicht älter als fünf Jahre sein. Mit dieser Vorgabe hofft das Unternehmen, den Ausbau neuer Anlagen voranzutreiben.

Laut Reuters übernimmt die Firma Svea Solar den Einkauf des Stroms und bezieht diesen über die Elektrizitätsbörse Nord Pool. Das Unternehmen ist Partner des niederländischen Ingka-Konzerns, der weltweit den Großteil aller Ikea-Filialen betreibt und deshalb den Strom ohne Aufschläge an die Möbelkette weiterreicht. Svea Solar baut auch die über Ikea angebotenen Solarmodule.

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Initiative für den Kampf gegen den Klimawandel

Die Einführung des Strömma-Angebots ist laut Ikea nicht nur eine neue Ertragsquelle. Vor allem wolle das Unternehmen damit sein Ziel erreichen, die weltweit größte Bewegung für nachhaltige Energien aufzubauen und den eigenen CO2-Fußabdruck sowie den seiner Kunden zu verringern, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

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