Es fehlt (noch) Inhalt

Dass sich die mittels Siegel geöffneten Albtraum-Dungeons nicht lohnten, lag vor allem an deren Mechanik selbst. Ein Albtraum-Siegel schaltete normalerweise immer einen anderen Dungeon frei. Wir mussten also vor jedem neuen Kerker erst einmal ein paar Minuten durch die offene Spielwelt reiten. Das kostete Zeit und Nerven, die wir mit der bewährten Dungeon-Reset-Methode nicht aufwenden mussten. Mittlerweile hat Blizzard zumindest dieses Problem behoben.

Mit dem aktuellen Patch 1.03 (Build #42677) können Charaktere direkt an den Eingang eines Albtraum-Dungeons teleportiert werden. Zumindest die Laufwege fallen dann weg. Außerdem gibt es nun für Albtraum-Dungeons mehr Erfahrungspunkte als zuvor – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die Ausrüstung wird nicht mehr besser

Das löst aber ein Problem nicht: Blizzard hat nicht bedacht, uns für die teilweise wesentlich schwereren Albtraum-Dungeons auch mit wesentlich besserer Ausrüstung zu belohnen. Zwar bekommen wir nach Abschluss der Instanz jeweils zwei Gegenstände geschenkt. Die sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht besser als das, was wir sowieso ab Level 75 bis 80 tragen.

Die aktuelle Grenze für unsere Ausrüstung im Spiel liegt aktuell bei einem Score von etwa 800 bis 825 Punkten. Nur wenige Gegenstände können diese Werte überhaupt erreichen. Der Gear Score gibt an, wie stark die zufälligen Affixe auf dem jeweiligen Item sind. Bringt ein Handschuh mit einem Score von 700 etwa maximal sieben Prozent Angriffsgeschwindigkeit, können es bei einem Level-800-Gegenstand schon zwölf Prozent sein.

  • Zwischensequenzen werden teilweise in der Engine gezeigt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Charakterauswahl ist vielseitig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Viele Kopfgelder auf der Karte (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Viele Statuseffekte (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es gibt genug Herausforderungen im Spiel. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Paragonpunkte geben passive Boni. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Skillbäume sind kompakt, aber vielseitig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Butcher besucht unsere Dungeons häufig! (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Für Monster gibt es nur eine Antwort: Blutungsschaden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es gibt auch ein paar neue Gegnertypen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Da verliert man schnell die Übersicht. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Am Ende von Dungeons wartet ein fieser Boss. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ja, auch in die Hölle gehen wir. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Seltene Items können geheiligt sein und sind dann besser. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fünf Klassen gibt es. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Allerdings haben wir die annähernd besten Gegenstände für unsere Klasse bereits viel früher zusammengesammelt, so dass wir in den letzten 25 Stufenaufstiegen keinen wirklich besseren Loot mehr finden. Der einzige Grund, Aktivitäten in Diablo 4 auf diesen hohen Stufen zu erledigen, ist also, noch höhere Stufen zu erreichen. Wirklich stärker werden wir aber nicht mehr, da ein Großteil unserer Macht von Gegenständen stammt.

Wir werden schwächer, nicht stärker

Im Gegenteil: Je höher wir unseren Charakter spielen, desto schwächer fühlt er sich sogar an. Denn Monster in Diablo 4 skalieren in der offenen Spielwelt mit unserem Level. Der Sinn des Auflevelns sollte aber doch sein, sich merklich stärker zu fühlen.

Nun gibt es in Diablo 4 auch noch andere Endgame-Aktivitiäten zu erledigen. Einige davon sind für uns allerdings nicht lohnend. So können wir in der offenen Spielwelt etwa Quests erledigen und uns beim Baum des Flüsterns dafür Belohnungen abholen. Die fallen oft aber mager aus und motivieren in keinster Weise.

Dann wären da noch die PVP-Gebiete in Sanktuario. Die Spieler-gegen-Spieler-Erfahrung ist allerdings enorm unausbalanciert. Wir ignorieren sie deshalb komplett, wie viele andere auch. Zu jeder Zeit werden hier nämlich mehrere Level-80-Charaktere von nur einem Level-100-Charakter mit oft nur einem einzigen Schlag besiegt. Komischerweise ist PVP ein Grund für das Leveln auf Stufe 100: als übermächtiger Gott ständig andere Spieler umzubringen, während die Opfer darauf gar keine Lust haben. Balance und Fairness? Bitte weitergehen!

Kein cooler Loot bei Weltbossen

Eine nette Abwechslung sind die temporären Events in Diablo 4, also Helltides, Weltenbosse und Legionen der Hölle. Nur Ersteres fühlt sich dabei erfüllend an. In Helltides jagen wir Monster in der offenen Spielwelt, um ihre Splitter zu plündern. Mit diesen Splittern können wir geheime Loottruhen öffnen, in denen meist vier oder mehr legendäre Gegenstände zu finden sind. In Helltides bekommen wir auch wichtige Handwerksmaterialien, um unsere eigene Ausrüstung zu verbessern.

  • Zwischensequenzen werden teilweise in der Engine gezeigt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Charakterauswahl ist vielseitig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Viele Kopfgelder auf der Karte (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Viele Statuseffekte (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es gibt genug Herausforderungen im Spiel. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Paragonpunkte geben passive Boni. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Skillbäume sind kompakt, aber vielseitig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Butcher besucht unsere Dungeons häufig! (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Für Monster gibt es nur eine Antwort: Blutungsschaden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Es gibt auch ein paar neue Gegnertypen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Da verliert man schnell die Übersicht. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Am Ende von Dungeons wartet ein fieser Boss. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ja, auch in die Hölle gehen wir. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Seltene Items können geheiligt sein und sind dann besser. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Fünf Klassen gibt es. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Shop ist ziemlich teuer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Weltenbosse und Legionen der Hölle tauchen zu bestimmten Zeitpunkten auf und werden von mehreren Charakteren gleichzeitig bekämpft. Die Scharmützel machen Spaß, bringen aber oft nicht den ersehnten Loot-Regen, den wir von Diablo eigentlich erwarten würden.

Ganz klar hat Blizzard in Diablo 4 ein Endgame-Problem. Es wirkt so, als fehle ein Teil des Spiels noch.

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 Endgame in Sanktuario: Warum Diablo 4 ab Level 80 langweilig wirdWo ist das letzte Fünftel von Diablo 4? 
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Insomnia88 05. Jul 2023

Das ist kein "normaler content". Alles was nach der Story oder letztendlich ab World...

Nightwalker187 04. Jul 2023

Genau das! Sehr schön zu lesen, dass nicht nur ich und ein paar wenige aus unserem...

ChameleonAI 04. Jul 2023

Nur dass jeder halbwegs gebildete Mensch heutzutage weiß, dass man Zoos auf keinen Fall...

nachgefragt 04. Jul 2023

Glaube das ist im Artikel schon richtig beschrieben (kommt vll nicht ganz rüber) In...



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