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Verstopfte Düsen und Kalibrierungsfrust

Als mein Frustrationslevel bereits auf einem einigermaßen hohen Niveau angekommen ist, wende ich mich erst einmal anderen Arbeiten zu, um einen klaren Kopf zu bekommen. Am Tag darauf folge ich meiner zweiten Vermutung, dass die Düse selbst eventuell verstopft ist. Mit einer Zange und etwas Kraftaufwand löse ich das Zufuhrröhrchen des Extruders und drücke ein überschüssiges Stück Filament in die Öffnung.

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Tatsächlich fließt ein schwarzer Rückstand an der Unterseite heraus, der die Düse verstopft hatte. Nach ein paar Minuten Quetschen und Drücken scheint der Weg wieder frei zu sein. Voller Vorfreude lade ich einen Testdruck von der SD-Karte und starte den Druckvorgang - nur um festzustellen, dass das Filament noch immer nicht am Bett haftet. Die Kalibrierungsschrauben des Ender-5 Pro haben sich bei all meiner Schrauberei wieder verstellt und die mühsame Handarbeit geht von vorn los.

Autokalibrierung mit Bastelei möglich

Fünf Testdrucke, 30 Minuten und ein paar ausgefallene Haare später dann die Erleichterung: Endlich haftet das Filament auch so, wie es soll. Im Hinterkopf denke ich mir allerdings bereits, dass der Kalibrierungsschritt doch auch besser umsetzbar wäre. Tatsächlich gibt es für bastelwillige Menschen - und das sollten im Prinzip alle 3D-Druck-Begeisterten sein - auch einen Kalibrierungssensor dafür.

  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Webinterface werden Daten des Druckers angezeigt, etwa die Temperatur. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch sind die einzelnen Schichten in Gcode sichtbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Eigenschaften unseres Druckers sollten wir zuvor einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Interface lässt sich auch online einbinden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der integrierte Slicer wird nicht mehr unterstützt.
  • Stattdessen nutze ich dafür Ultimaker Cura, das auch übersichtlicher ist. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann auch diverse Schichten anzeigen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Cura kann per Plugin mit Octoprint kommunizieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Zusammengebaut ist ein 3D-Drucker relativ schnell. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch das eingerichtete Webinterface nutze ich den Kontrollbildschirm kaum noch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Kalibrierung des Bettes ist mühselig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Derzeit hängen die Kabel noch lose herum. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf meinem alten Raspberry Pi 3 läuft der Octoprint-Server. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Taster begrenzen die Bewegung des Druckkopfes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Druckkopf war zunächst verstopft. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch den Stepper-Motor des Extruders wird das Filament eingezogen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Filament hängt an der Seite in der Spule. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Ender-5 Pro steht zunächst in der Ecke eines Raumes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Druckkopf war zunächst verstopft. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der BLTouch führt das Begradigen des Druckbettes automatisiert durch. Das steht definitiv auf meiner Liste für potenzielle Upgrades meines 3D-Druckers. Ebenfalls schade: Der Ender-5 Pro kann sich nicht ab Werk per WLAN oder Ethernet mit einem Host verbinden. Drucken ist nur per USB-Kabel oder SD-Karte möglich. Da der Drucker trotz des relativ ruhigen Lüftergeräuschs am besten in einer Besenkammer oder einem wenig genutzten Raum stehen sollte, habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung begeben.

Creality3D Ender-5 Pro 3D-Drucker mit geräuscharmem Mainboard vorinstalliert, Steinbock, Metall-Exruder, 220 x 220 x 300 mm Bauvolumen, abnehmbare Plattform, Dual-Y-Achse, modulares Design

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Offensichtlich stehe ich mit meinem Wunsch nicht allein da, denn für den Raspberry Pi gibt es ein Betriebssystem, das genau diese Funktionalität bietet: Octopi. Dieses OS und Applikationspaket, das auf Raspbian basiert, macht den am Raspberry Pi angeschlossenen 3D-Drucker über ein Webinterface nutzbar. Ich könnte darüber auch eine Webcam ansteuern, die den Druckprozess überwacht und das System auch von außerhalb des lokalen Heimnetzes sichtbar macht. Das ist allerdings zunächst nicht mein Ziel. Stattdessen möchte ich von meinem Desktop-PC aus Aufträge an den 3D-Drucker übermitteln, der an einem stillen Plätzchen in der Ecke steht und dort nicht stört.

Dafür verwende ich einen Raspberry Pi 3 Model B, der seit einiger Zeit ungenutzt in einer Schublade herumliegt. Die Installation von Octopi und der Benutzeroberfläche Octoprint geht mithilfe von Etcher und einem Schritt-für-Schritt-Wizard simpel von der Hand. Das Tool kopiert notwendige Dateien auf eine SD-Karte, die danach in den Raspberry Pi gesteckt wird.

  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Webinterface werden Daten des Druckers angezeigt, etwa die Temperatur. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch sind die einzelnen Schichten in Gcode sichtbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Eigenschaften unseres Druckers sollten wir zuvor einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Interface lässt sich auch online einbinden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der integrierte Slicer wird nicht mehr unterstützt.
  • Stattdessen nutze ich dafür Ultimaker Cura, das auch übersichtlicher ist. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann auch diverse Schichten anzeigen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Cura kann per Plugin mit Octoprint kommunizieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Zusammengebaut ist ein 3D-Drucker relativ schnell. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch das eingerichtete Webinterface nutze ich den Kontrollbildschirm kaum noch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Kalibrierung des Bettes ist mühselig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Derzeit hängen die Kabel noch lose herum. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf meinem alten Raspberry Pi 3 läuft der Octoprint-Server. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Taster begrenzen die Bewegung des Druckkopfes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Druckkopf war zunächst verstopft. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch den Stepper-Motor des Extruders wird das Filament eingezogen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Filament hängt an der Seite in der Spule. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Ender-5 Pro steht zunächst in der Ecke eines Raumes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Auf meinem alten Raspberry Pi 3 läuft der Octoprint-Server. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Anschließend melde ich mich lokal auf dem Gerät an und binde den Pi in das lokale WLAN ein. Das ist über das in der Shell aufrufbare Konfigurationsmenü von Raspbian möglich. Alternativ kann auch eine Textdatei im Betriebssystemimage angepasst werden. Statt sich lokal mit einem Monitor und einer Tastatur anzumelden, kann ich zudem auch eine SSH-Verbindung nutzen, solange die in der Textdatei eingetragenen WLAN-Informationen richtig eingegeben wurden.

Nach der erfolgreichen Einrichtung kann ich mich im Webbrowser auf meinem neuen Octoprint-Druckerserver anmelden und von dort aus bereits meinen Drucker einrichten - durch Eingabe der lokalen IP-Adresse im Browser. Übrigens wurde der Ender-5 Pro direkt nach dem Anschließen an den Raspberry Pi erkannt. Den Druckraum, Düsenbreite und andere Parameter übernehme ich aus dem online abrufbaren Datenblatt des Druckers.

  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Octoprint führt durch einen leicht verständlichen Installationsprozess.  (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Im Webinterface werden Daten des Druckers angezeigt, etwa die Temperatur. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auch sind die einzelnen Schichten in Gcode sichtbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Eigenschaften unseres Druckers sollten wir zuvor einstellen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Interface lässt sich auch online einbinden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der integrierte Slicer wird nicht mehr unterstützt.
  • Stattdessen nutze ich dafür Ultimaker Cura, das auch übersichtlicher ist. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann auch diverse Schichten anzeigen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Cura kann per Plugin mit Octoprint kommunizieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Zusammengebaut ist ein 3D-Drucker relativ schnell. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch das eingerichtete Webinterface nutze ich den Kontrollbildschirm kaum noch. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Kalibrierung des Bettes ist mühselig. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Derzeit hängen die Kabel noch lose herum. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf meinem alten Raspberry Pi 3 läuft der Octoprint-Server. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Taster begrenzen die Bewegung des Druckkopfes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Druckkopf war zunächst verstopft. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Durch den Stepper-Motor des Extruders wird das Filament eingezogen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Filament hängt an der Seite in der Spule. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Ender-5 Pro steht zunächst in der Ecke eines Raumes. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Im Webinterface werden Daten des Druckers angezeigt, etwa die Temperatur. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Das Webinterface zeigt mir Informationen zu meinem Drucker an - etwa wie heiß das Bett und der Extruder derzeit sind. In einem Addon-Store kann ich zudem diverse weitere Ergänzungen herunterladen und installieren. So lässt sich etwa ein Slicer in das Webinterface einbauen. Allerdings basiert dieser auf einer alten und nicht mehr unterstützten Version von Ultimaker Cura, einer kostenlosen und eigentlich sehr guten 3D-Drucksoftware.

Da lade ich mir die Applikation lieber direkt auf meinen Desktop-Computer herunter.

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 Ender-5 Pro: Zwischen Lust und Frust mit meinem ersten 3D-DruckerUltimaker Cura schafft Abhilfe 
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wwbusch 25. Aug 2020

Ich weiss ja nicht, aber hab letzte Woche meinen ersten 3d Drucker gekauft (Flashforge...

wo.ist.der... 19. Aug 2020

Bei einem lohnt sich die Investition erst Recht, weil man dadurch erst Recht Zeit und...

Veychta 17. Aug 2020

Nach 6 Jahren in einem akkreditierten Kal-Labor und den entsprechenden Kundenfragen dazu...

Vainsniper 17. Aug 2020

Öhm, ist das so? Wenn ich mir amfg*ai/2020/01/14/40-3d-printing-industry-stats-you-should...

derKlaus 16. Aug 2020

Das kann ich so unterschreiben. Ich hab keinen Ender (Prusa MK3S), was mir das Teil...


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