Ende einer Ära: BBC streicht Doctor-Who-Weihnachtsspecial
Die BBC hat das bereits angekündigte Weihnachtsspecial von Doctor Who abgesagt. Zugleich bestätigte der Sender einen umfassenden Umbau hinter den Kulissen der Traditionsserie. Wie die BBC laut dem britischen Filmmagazin Empire(öffnet im neuen Fenster) in einer offiziellen Stellungnahme mitteilte, werden Showrunner Russell T Davies und die Produktionsfirma Bad Wolf die Serie verlassen.
Gemeinsame Entscheidung
In der Erklärung heißt es, die Entscheidung sei gemeinsam von der BBC, Davies und Bad Wolf getroffen worden. Anstatt die Zeit bis zu einer neuen Staffel mit einem einzelnen Special zu überbrücken, wolle man die Ressourcen in die langfristige Zukunft der Serie investieren. Die BBC räumt ein, dass die Entscheidung viele Fans enttäuschen dürfte.
Gleichzeitig bestätigte der Sender, dass die Zukunft von Doctor Who neu ausgeschrieben wird. Das bedeutet, dass andere Produktionsfirmen und Kreativteams Konzepte für die Fortführung der Serie einreichen können. Die Rechte an Doctor Who verbleiben vollständig bei der BBC.
Die Entwicklung markiert einen weiteren Wendepunkt für die Serie. Erst im vergangenen Jahr verabschiedete sich Ncuti Gatwa nach zwei Staffeln als 15. Doctor. In seinem letzten Auftritt regenerierte die Figur überraschend in Billie Piper, die zuvor als Rose Tyler zu den beliebtesten Begleitfiguren der modernen Serienära gehört hatte. Wie und ob diese Handlung künftig fortgeführt wird, bleibt offen.
Unter Davies war Doctor Who ab 2023 mit Unterstützung von Disney+ international neu aufgestellt worden. Die Zusammenarbeit brachte höhere Budgets und eine weltweite Vermarktung, endete jedoch nach zwei Staffeln mit Gatwa in der Hauptrolle.
Zeichentrick
Ganz ohne Doctor Who müssen Fans dennoch nicht auskommen. Die BBC bestätigte, dass die bereits angekündigte Animationsserie für den Kindersender CBeebies weiterhin produziert wird.
Wann die Hauptserie zurückkehrt und wer künftig die kreative Leitung übernimmt, ist derzeit unklar. Damit steht Doctor Who vor einer der größten Umbruchphasen seit der Wiederbelebung der Serie im Jahr 2005, vergleichbar mit der Zeit zwischen 1990 und 2004.