Ende der Sata-SSDs: Crucial stellt Produktion der MX500 ein
Crucial hat die Produktion der MX500-Serie eingestellt. Das fiel Reddit-Nutzern auf, inzwischen bestätigte der Hersteller dies gegenüber Computerbase(öffnet im neuen Fenster) . Die MX500 gab es in drei Generationen mit einer Speicherkapazität von 250 GByte bis 4 TByte im 2,5-Zoll-Format sowie als M.2-Sata-Version mit 250 GByte bis 1 Terabyte Speicherplatz. Mehrere Aspekte haben sie praktisch zu Standardwahl für die meisten PCs gemacht.
Als Tochterunternehmen des Speicherherstellers Micron hat Crucial nicht nur eine direkte Versorgung mit aktuellen NAND-Chips, sondern profitiert auch bei der Abstimmung der Firmware direkt vom Know-how des Chipherstellers. Bis zum Einstieg von SK Hynix in den SSD-Markt war Samsung das einzige andere Unternehmen, das ebenfalls NAND-Flash aus eigener Produktion verbaut.
Die Umfragewerte bei Computerbase zeigen, wie weit das Modell in Deutschland verbreitet war. Von über 2.800 Teilnehmern besitzen 80 Prozent eine Crucial MX500 oder haben das Modell schon einmal gehabt. Laut den Verkaufszahlen, die beim Händler Mindfactory einsehbar sind, wurde die MX500 in den Kapazitätsstufen 500 GByte und 1 TByte jeweils mehr als 50.000-mal verkauft.
Günstig, aber nicht billig
Die MX500 gehörte meistens zu den günstigeren SSDs – trotz TLC-Speicher statt günstigerem QLC-NAND. Mit ihrem Silicon-Motion-SM2258/SM2259-Controller und einem Gigabyte DDR3-Pufferspeicher war die teure High-End-Konkurrenz oft nur wenig schneller. Zudem stellten sich die SSDs über die Zeit als zuverlässig heraus, was Crucial mit fünf Jahren Garantie untermauerte.
Ein Nachfolger mit TLC-NAND ist eher unwahrscheinlich, bisher gibt es dazu auch keine Ankündigung. NVMe löste Sata bereits zu großen Teilen ab, auch beim Preis sind Sata-SSDs längst nicht mehr die günstigere Option. Bis auf einzelne Modellreihen für ältere PCs und Server dürften Sata-SSDs daher aus den Händlerregalen verschwinden.
- Anzeige Hier geht es zur Samsung SSD 980 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.