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Encrypted Media Extensions: Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

Nach mehr als vier Jahren Arbeit gibt es endgültig einen Web-Standard für DRM-Techniken. Das ändert zwar nichts an den grundlegenden Problemen mit DRM, ist aber immer noch deutlich besser als die Frickeltechnik bisher. Und das erfreut wohl die meisten Nutzer.

Ein IMHO von veröffentlicht am
DRM abzuschaffen, wie die EFF fordert, geht immer noch - auch mit dem Web-Standard.
DRM abzuschaffen, wie die EFF fordert, geht immer noch - auch mit dem Web-Standard. (Bild: Floyd Wilde, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Software zur sogenannten digitalen Rechteverwaltung (DRM) gängelt Nutzer, spioniert diese eventuell aus und enthält schlimmstenfalls gar extrem schwerwiegende Sicherheitslücken, das hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Zu allem Überfluss ist DRM auch noch ziemlich ineffektiv. Der nun endgültig vom World Wide Web Consortium (W3C) beschlossene Standard zur Umsetzung von DRM im Web ist trotz allem ein Dienst an den Nutzern, die sich offensichtlich bereits an der Technik erfreuen.

Web-DRM macht Nutzern vieles sehr einfach

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Denn einerseits ist die Verwendung von Encrypted Media Extensions (EME) natürlich nicht verpflichtend und - der Grundidee des Webs folgend - können auch künftig weiterhin alle, die möchten und dazu in der Lage sind, eine eigene Webseite aufsetzen und so Teil des weltweiten Netzwerkes werden. Andererseits sind in den vergangenen 25 Jahren zum Webnutzer als Macher auch immer mehr Konsumenten hinzugekommen. Auf letztere zielt das Web-DRM.

Statt unsicheren, extrem großen und sehr tiefgreifenden Browser-Plugins wie Silverlight oder dem Flash-Player ermöglichen die EME die Verwendung von sogenannten Content-Decryption-Modulen (CDM). Diese sind verhältnismäßig klein, laufen in einer speziell gesicherten Sandbox im Browser und sind anders als Flash oder Silverlight ausschließlich für diese eine Aufgabe zuständig: das Entschlüsseln von Inhalten am Ende der Technik-Kette des DRM.

Inhalte-Anbieter und Distributoren wie Spotify, Netflix, Amazon und viele andere verwenden die Software inzwischen durchgehend für ihre HTML5-Player. Die Standardisierung führt zu einer plattformübergreifenden Technik. Damit können zum Beispiel auch Linux-Nutzer auf diese Dienste zurückgreifen, sofern sie denn wollen. So verwenden bereits Hunderte Millionen Nutzer bewusst oder unbewusst diese Technik.

Jahrelange Arbeit für bessere Technik

Die Arbeiten an den Encrypted Media Extensions, die das Einbinden und Verwenden eines DRM-Moduls im Browser ermöglichen, haben bereits vor mehr als vier Jahren begonnen. Seitdem kritisiert unter anderem die Electronic Frontier Foundation (EFF) die Technik, die zunächst Anfang Juli diesen Jahres vom W3C gebilligt worden ist. Auch der letzte formale Einspruch der EFF gegen den Standard ist nun abgelehnt worden, wie Cory Doctorow von der EFF schreibt.

Die EFF reagiert auf diese Entscheidung mit ihrem Rückzug aus dem W3C und nutzt die Gelegenheit erneut für Kritik an EME. Doctorow schreibt, der Standard sei entworfen worden, "um Web-Nutzer zu kontrollieren, statt zu stärken". Nur stimmt das wohl für die mit Abstand meisten Nutzer eben nicht.

Die weiter wachsende Verbreitung dieser Web-Technik trägt letztlich wohl dazu bei, dass Silverlight kaum noch verwendet wird und auch Flash in einigen Jahren sein endgültiges Ende erreicht. Das ist ein Fortschritt für das Web und um die Probleme mit DRM können wir uns alle, auch die EFF, weiterhin noch kümmern.



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DeathMD 20. Sep 2017

Darum ging es hier aber, dass es unter Windows läuft weiß ich auch.

FreiGeistler 20. Sep 2017

Zitat vom anderen Thread: "DRM existiert um die Nutzung des Mediums einzuschränken und...

redwolf 20. Sep 2017

https://www.youtube.com/watch?v=CrOhq_LN57U

redwolf 20. Sep 2017

Vermutlich. Das ist aber IMO kein Sieg, sondern ein Verlust. Ein Sieg wäre DRM-freies...

Benutzer0000 20. Sep 2017

"If consumers even know there's a DRM, what it is, and how it works, we've already...


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