Abo
  • Services:

Encrypted Media Extensions: Mozilla in der Zwickmühle

Mozillas Technikchef Brendan Eich wettert gegen die Pläne des W3C, mit Encrypted Media Extensions (EME) die Basis für die Einführung von DRM in HTML5 zu schaffen. Open-Source-Browser könnten die Technik nicht umsetzen, dennoch komme Mozilla nicht daran vorbei, den Weg mitzugehen, wenn es nicht deutlich an Marktanteilen verlieren wolle.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozillas Technikchef Brendan Eich
Mozillas Technikchef Brendan Eich (Bild: Mozilla)

Mozilla betrachte DRM-Systeme generell als grundlegend feindselig gegenüber Nutzern, Open-Source-Software und Browserherstellern, schreibt Mozillas CTI Brendan Eich in einem Blogeintrag. Dennoch stellt auch Mozilla fest, dass eine wachsende Zahl von Nutzern Filme lieber mieten und als Stream schauen will als sie zu kaufen und zu behalten. Der Erfolg von Netflix sei dafür ein Beleg.

Stellenmarkt
  1. CompuGroup Medical SE, Nürnberg, Erlangen
  2. über duerenhoff GmbH, Hanau

Dennoch kritisiert Eich die Pläne des W3C, mit Encrypted Media Extensions (EME) ein API zu standardisieren, das als Basis für eine neue Generation von Plugins dienen soll, den sogenannten Content Decryption Modules (CDM). Die CDMs sind es, in denen letztendlich die eigentliche DRM-Technik umgesetzt ist. Und diese CDMs sollen ausdrücklich nicht standardisiert werden, was nach Ansicht von Eich dazu führen könnte, dass in jedem Browser ein anderes System umgesetzt wurde.

Laut Eich ist es für Open-Source-Projekte wie Mozilla zudem nicht möglich, eine CDM-Black-Box innerhalb eines EME-Containers als Open Source umzusetzen, die den Ansprüchen der Hollywood-Filmstudios entspricht. Er vergleicht die CDM mit "ActiveX-Komponenten aus einer dunklen Vergangenheit", die für jede Plattform anders aussehen und möglicherweise nur im jeweiligen Standardbrowser eines Betriebssystems funktionieren werden.

Mozilla wird sich aber nicht kategorisch gegen EME und die damit verbundenen DRM-Systeme stemmen, auch das macht Eich deutlich: Es werde nach einer Lösung gesucht, um Mozilla und all seine Nutzer "auf die richtige Seite dieses API-Entwurfs" zu ziehen, schreibt Eich. "Wir werden uns nicht damit begnügen zu sagen, dass Nutzer keinen Zugriff auf Streaming-Inhalte der Hollywood-Studios haben, denn das wäre ein guter Weg, um an Marktanteil zu verlieren und am Ende ohne ein Produkt dazustehen, mit dem wir unsere Mission erfüllen können."

Wie Mozillas Weg aber konkret aussehen könnte, das erläutert Eich nicht. Noch nicht, er verspricht weitere Informationen in kommenden Blogeinträgen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 59,90€ (Bestpreis!)
  2. 99€ (Bestpreis!)
  3. 99,95€ (Vergleichspreis ca. 130€)

tundracomp 26. Okt 2013

Spotify geht ja auch gerade pleite weil sich alle die Musik gratis bei YouTube anhören...

TW1920 24. Okt 2013

+1

Lala Satalin... 24. Okt 2013

Achso. Die Filmindustrie lasse ich links liegen, daher kenn ich das nicht. Ging davon...


Folgen Sie uns
       


Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt

Ulrich Köhler vom DLR erläutert die Funktionsweise des Mars-Maulwurfes.

Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt Video aufrufen
Verschlüsselung: Die meisten Nutzer brauchen kein VPN
Verschlüsselung
Die meisten Nutzer brauchen kein VPN

VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Security Wireguard-VPN für MacOS erschienen
  2. Security Wireguard-VPN für iOS verfügbar
  3. Outline Digitalocean und Alphabet-Tochter bieten individuelles VPN

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

Flugzeugabsturz: Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb
Flugzeugabsturz
Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb

Wegen eines bekannten Softwarefehlers wird der Flugbetrieb für Boeings neustes Flugzeug fast weltweit eingestellt - Die letzte Ausnahme war: die USA. Der Umgang der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde mit den Problemen des neuen Flugzeugs erscheint zweifelhaft.

  1. Boeing Rollout der neuen 777X in wenigen Tagen
  2. Boeing 747 Der Jumbo Jet wird 50 Jahre alt
  3. Lufttaxi Uber sucht eine weitere Stadt für Uber-Air-Test

    •  /