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Encrypted Media Extensions: DRM für HTML5

Google, Microsoft und Netflix haben beim W3C einen Entwurf für Encrypted Media Extensions vorgelegt. Damit sollen sich per DRM geschützte Audio- und Videoinhalte in HTML5 abspielen lassen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Encrypted Media Extensions sollen HTML5 um ein DRM erweitern. (Bild: W3C)
Die Encrypted Media Extensions sollen HTML5 um ein DRM erweitern. Bild: W3C

Es geht explizit nicht darum, HTML5 um DRM zu erweitern, heißt es in dem von Google, Microsoft und Netflix vorgelegten Entwurf für Encrypted Media Extensions v0.1(öffnet im neuen Fenster). Dennoch soll die vorgeschlagene Technik das HTMLMediaElement aus HTML5 um APIs erweitern, die erlauben, per DRM geschützte Inhalte im Browser ohne Plugins abzuspielen.

Das vorgeschlagene API soll eine möglichst große Zahl an Anwendungsfällen unterstützen, von der einfachen Entschlüsselung mit einem im Klartext vorliegenden Schlüssel bis hin zu echten DRM-Lösungen, bei denen eine Applikation den Austausch von Lizenzschlüsseln übernimmt, die von einem Lizenzserver bezogen werden.

Dabei sollen verschiedene Container- und Medienformate unterstützt werden. Zudem soll es möglich sein, eine verschlüsselte Datei oder Stream mehreren Nutzern in identischer Form zur Verfügung zu stellen.

Der Browser selbst soll möglichst wenig zusätzliche Funktionen benötigen, stattdessen sollen die Algorithmen zur Entschlüsselung der Inhalte in ein sogenanntes Content Decryption Module (CDM) ausgelagert werden, das letztendlich wie ein Browserplugin funktioniert, aber auch fest in den Browser integriert werden kann. Das CDM kümmert sich letztendlich nur darum, die einzelnen Videoframes zu entschlüsseln.

Bei den Encrypted Media Extensions handelt es sich um einen Vorschlag, der sich auf dem Weg zum Webstandard noch deutlich verändern kann, sollte daraus überhaupt ein Webstandard werden.


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