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EnBW: Gasline verkauft aktives Glasfasernetz

Der Versorgungskonzern EnBW wird als Telekommunikationskonzern immer mächtiger. Seine Tochter Plusnet übernimmt einen großen Teil des bundesweiten Glasfaser-Netzes von Gasline.

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Glasfaser der Telekom
Glasfaser der Telekom (Bild: Gigabit Region Stuttgart GmbH)

Der Versorgungskonzern EnBW (Energie Baden-Württemberg) kauft das aktive Glasfasernetz von Gasline. Das gaben die Partner am 15. Dezember 2020 bekannt. Der Kauf erfolgt von der EnBW-Tochterfirma Plusnet. EnBW ist der drittgrößte Energieversorger Deutschlands. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht.

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EnBW-Sprecher Clemens von Walzel sagte Golem.de auf Anfrage: "Es wurde das aktive DWDM der Gasline über circa 6.500 Kilometer gekauft, inklusive Hardware sowie der Kunden-, Wartungs- und Mietverträge für 12 Telehouse-Standorte." Nicht enthalten sei das passive Glasfasernetz mit Dark Fiber, Schächte und Leerrohren. Dies verbleibe bei Gasline, das sich künftig verstärkt auf den Ausbau und die Vermietung der passiven Infrastruktur konzentriert.

Plusnet, ehemals Teil von QSC, gehört seit Juli 2019 zu EnBW. Gasline ist ein Joint Venture von Gasversorgern wie EnBW, VNG, Innogy und Eins Energie. Der Betreiber hat über 28.000 Kilometer Glasfaser in die Schutzstreifen der unterirdischen Gasleitungstrassen verlegt, die in über 100 Städten an Telehäusern und PoPs (Points of Presence) angeschlossen sind. Verkauft wird aktive Technik auf einem Anteil von rund 6.500 Kilometern des bundesweiten Glasfasernetzes der Gasline.

Die EnBW kauft das aktive Glasfasernetz der Gasline, die Kunden- und Dienstleistungsverträge sowie die Mietverträge von Colocations-Flächen für die Hardware. Die von Plusnet erworbene aktive Technik ist derzeit verteilt in über 40 Stationen zur Verstärkung der Lichtsignale in den Glasfaserkabeln sowie in 12 von im Gasline-Backbone erschlossenen Telehouse-Standorten, in denen die Übertragungstechnik untergebracht ist.

Damit geht die gesamte Routing-Technik der Gasline für Transport des Voice-und Datenverkehrs auf Plusnet über. Das Glasfasernetz überträgt durch die DWDM (Dense Wavelength Divison Multiplexing)-Technik Daten mit bis zu 100 Gigabit pro Sekunde.

"Der Erwerb der aktiven Netztechnik und der Zugang zu 28.000 Kilometer anmietbarer passiver Glasfaserinfrastruktur von Gasline ermöglicht uns einen kontinuierlichen deutschlandweiten Ausbau", sagte Plusnet-Geschäftsführer Bernhard Palm.

"Gasline konzentriert sich auf sein Kerngeschäft, Netzinfrastrukturen für Kunden zu bauen und zur Nutzung zu überlassen", erklärte Gasline-Chef Wolfram Rinner.

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taktv6 22. Dez 2020

Der Artikel ist maßlos veraltet. In 2017 haben wir bei der Arbeit schon 18 Tbit/s per...

Karbid 15. Dez 2020

Unternehmen wie die Deutsche Glasfaser oder die Telefonica sind an das Glasfasernetz der...


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