Mehr Leistung pro Watt
Die Prozessoren lassen sich logisch in verschiedene Cluster-Konfigurationen aufteilen, um Latenzen für Anwendungen so gering wie möglich zu halten, indem diese beispielsweise keine Daten im Cache eines anderen Tiles ablegen. Wenn es gefordert ist, kann der gesamte Chip aber auch wie eine einzige monolithische CPU konfiguriert und adressiert werden.
Intel konnte die internen Latenzzeiten dafür verringern, auch die Kommunikation mit einem zweiten CPU-Sockel wurde etwas schneller. Dafür wurde allerdings die Unterstützung für Systeme mit vier und acht CPUs gestrichen. Laut Intel sind solche Systeme ohnehin extrem selten, der Entwicklungsaufwand lohnt sich daher kaum.
Die Performance ist laut Intel in allen Anwendungen deutlich besser. Im Web-Bereich sollen es zwischen 13 und 33 Prozent Zuwachs sein, Datenbank-Server werden bis zu 24 Prozent schneller, und im HPC-Bereich sind sogar 42 Prozent Mehrleistung angegeben. Auch KI Training soll rund 20 Prozent schneller laufen, bei Inferencing mit Resnet-34 sollen es 40 Prozent sein.
Mehr Performance durch höhere Effizienz
Netzwerkanwendungen profitieren überproportional von den Änderungen bei Emerald Rapids. Die Kombination aus großem Cache, schnellerem Speicher und verringerten internen Latenzen sorgt für bis zu 69 Prozent Performance-Zuwachs bei VPP-Ipsec.
Wie auch beim ebenfalls heute vorgestellten Meteor Lake ist Intel auch im Server-Bereich stolz auf die stark verbesserte Performance pro Watt. Vor allem im Ruhezustand und bei Teillast sollen die CPUs deutlich sparsamer sein. Bis zu 100 Watt weniger pro Sockel soll ein Server mit Emerald Rapids gegenüber Sapphire Rapids verbrauchen.
Die Performance pro Watt bei mittlerer Auslastung soll um 34 Prozent besser sein. Verantwortlich dafür sind mehrere Änderungen. Zum einen sind größere Tiles etwas effizienter gegenüber vielen kleinen Chips, da weniger Daten zwischen Tiles bewegt werden müssen. Außerdem kann die Mesh-Frequenz bei Emerald Rapids weiter abgesenkt werden als beim Vorgänger. Hinzu kommen Verbesserungen beim Herstellungsprozess und damit einhergehend auch eine bessere Spannungs-Taktkurve, so dass die CPUs bei gleicher Taktrate tendenziell mit weniger Spannung betrieben werden können.