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Es fehlt das komplette Ökosystem

Mullenweg zeigt aber auch auf, was Emdash fehlt: Neben einer Community insbesondere eine Auswahl an Plug-ins – was bei einem gerade erst veröffentlichten CMS auch kein Wunder ist.

Ob sich beides entwickelt, wird sich frühestens in einigen Monaten zeigen, Wordpress hat immerhin 23 Jahre Vorsprung. Für einen Umzug zu Emdash ist es aktuell aber noch zu früh – auch wenn ein Import-Plug-in für Wordpress-Seiten das einfach macht. Andersherum dürfte es aber deutlich schwieriger sein, eine Seite wieder aus dem Cloudflare-Ökosystem herauszubekommen.

Security wird vom technischen zum sozialen Problem

Eine ganz andere Frage ist, wie effizient das Sandboxing von Plug-ins letztendlich ist. Dass ein Plug-in nur die Rechte bekommt, die es anfragt, schützt nicht davor, dass Nutzer unbedacht bösartige Erweiterungen installieren. Die Cloudflare-Entwickler kritisieren, dass Wordpress auf ein Vertrauensmodell mit Reviews und zentralisiertem Plug-in-System setze.

Ohne ein solches bleibt es aber den individuellen Nutzern überlassen, die Seriosität jeder Erweiterung zu bewerten. Dass das teils mehr schlecht als recht funktioniert, zeigen öffentliche Paket-Repositories wie npm oder pip, auf denen immer wieder bösartige Pakete auftauchen oder bekannte gekapert werden. Dass Emdash Entwicklern ermöglichen soll, ihren Code geheim zu halten, macht die Sache nicht besser.

Eine echte Wordpress-Alternative ist Emdash damit vorerst nicht – ein interessantes Experimentierfeld aber definitiv.


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