Viele Produkte wirken vertraut

Ein großer Teil der Aussteller ist nicht allein auf den Embedded-Markt spezialisiert. Teils verschwimmen die Grenzen zum normalen Consumer-Produkt, etwa bei den Herstellern von SSDs und Flash-Speicher. Das liegt auch der Breite des Marktes: Während teils ein anderer Formfaktor genügt, ist in anderen Fällen mehr Robustheit gefragt.

Daher finden sich neben normalen NVMe-SSDs auch eMMC-Module und (noch) exotischere Speicher wie Resistive RAM (ReRAM). Der speichert Daten nicht in Form elektrischer Ladung, sondern anhand der Änderung eines elektrischen Widerstands. Das Unternehmen Weebit Nano bietet ihn Kunden für die Integration in ihre Schaltungen an, aktuell allerdings nur in einem 130-nm-Prozess beim Halbleiterhersteller Skywater. Die Verkleinerung auf 22 nm und eine Verzehnfachung der Haltbarkeit auf 100.000 Schreibvorgänge sind aktuell in der Entwicklung.

Neben den bekannten Anbietern wie Kioxia finden sich auch viele vollkommen unbekannte wie SCY aus China. Das Unternehmen kauft, so lassen wir uns erklären, Wafer von Flash- und DRAM-Herstellern und fertigt damit eigene Chips. Die werden in OEM-Produkte verbaut – kein Wunder, dass wir das Unternehmen nicht kennen, sein Name taucht nie auf.

Computer von klein bis groß

Zumindest bei den Industrie-Computern und -Mainboards sieht das anders aus: Mit Asus, Asrock und Msi finden wir hier viele bekannte Namen.

  • Noch nicht die einfachsten Bauteile auf der Embeded World: Kondensatoren und Induktivitäten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Für die robusten Tablets von Msi gibt es viel Zubehör. Mit Docking Station werden sie zum Bürorechner. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Wer ein Display braucht wird definitiv fündig. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Dank winziger LEDs ist dieses Display transparent. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Lockt Messebesucher fast so gut wie eine Pocornmaschine: Ein Wafer am Stand von imec IC-link. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Gekoppelt haben diese drei Pitayas sechs Kanäle. Die Abtastrate bleibt allerdings bei 125 MSamples. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Auf diesem Tisch steht über eine viertel Million Euro. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Wasser und Computer können auch Freunde sein. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Dieser Laser fertigt Platinen so schnell, dass wir kaum ein gutes Foto davon machen konnten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Der Platinenlaser in Aktion: Hier wird gerade das nicht benötigte Kupfer abgelöst. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Die bunteste Attraktion: Eine aufwändig dekorierte Carrerabahn. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Ohne Platine geht nichts, auf der Embedded World sind mehrere Fertiger vertreten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Beliebt: Eine Popcornmaschinen, um Messegänger an den Stand zu locken. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Netzteile in dutzenden Varianten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Canonical ist nur einer von vielen Linux-Anbietern auf der Messe. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Die Anschlüsse verraten: In diesem Inverter fließen große Ströme. Er ist für 100 kW ausgelegt. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Von klein bis groß gibt es Mainboards auch mit Chips von AMD. Oben in der Mitte ein SoM. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Darfs noch ein LAN-Port mehr sein? Bei Msi gibt es bis zu vier. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Das sind nur die Jetson-Boards eines Herstellers! (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Das Gehäuse sagt viel über die Persönlichkeit eines Produkts. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
Von klein bis groß gibt es Mainboards auch mit Chips von AMD. Oben in der Mitte ein SoM. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)

Abgesehen vom Formfaktor, so sagt uns ein Mitarbeiter von Asrock, seien die Mainboards auch kaum anders als Consumer-Boards: Auch hier sind Prozessoren von AMD und Intel verbaut, viele sind nicht einmal für einen erweiterten Temperaturbereich entworfen. Dafür gibt es andere Besonderheiten: RS-232-Ports, die etwa bei vielen Maschinen zur Ansteuerung genutzt werden, und mehr Netzwerkanschlüsse, um verschiedene Netze zu trennen.

Wem die normalen Industrie-Boards nicht reichen, der wird bei Lexsystem aus Taiwan fündig: Hier bewirbt man ein Military Grade System – mit Intel-Prozessor. Auf Nachfrage erfahren wir, dass sich das in erster Linie auf die Robustheit bezieht. Es sind etwa besonders fest sitzende Stecker verbaut, die Komponenten hingegen sind Standard. Einige der Industrie-Boards kommen mit KI-Beschleuniger von Hailo.

Die Qual der Mainboard-Wahl

Neben den bekannten Herstellern tummeln sich noch diverse, die allein auf die Industrie spezialisiert sind. Sie bieten neben vollständigen Mainboards auch sogenannte Systems on Module (SoM) an. Dabei sitzen auf einem wenige Quadratzentimeter großen Modul ein Prozessor, SoC oder FPGA und Speicher. Die Module können Kunden auf eigene Schaltungen setzen, so erhalten sie ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes Mainboard. Natürlich dürfen auch besonders robuste Notebooks, Tablets und Smartphones nicht fehlen. Die sind staub- und wasserdicht und überleben problemlos Stürze aus 1,5 m Höhe.

  • Noch nicht die einfachsten Bauteile auf der Embeded World: Kondensatoren und Induktivitäten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Für die robusten Tablets von Msi gibt es viel Zubehör. Mit Docking Station werden sie zum Bürorechner. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Wer ein Display braucht wird definitiv fündig. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Dank winziger LEDs ist dieses Display transparent. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Lockt Messebesucher fast so gut wie eine Pocornmaschine: Ein Wafer am Stand von imec IC-link. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Gekoppelt haben diese drei Pitayas sechs Kanäle. Die Abtastrate bleibt allerdings bei 125 MSamples. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Auf diesem Tisch steht über eine viertel Million Euro. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Wasser und Computer können auch Freunde sein. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Dieser Laser fertigt Platinen so schnell, dass wir kaum ein gutes Foto davon machen konnten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Der Platinenlaser in Aktion: Hier wird gerade das nicht benötigte Kupfer abgelöst. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Die bunteste Attraktion: Eine aufwändig dekorierte Carrerabahn. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Ohne Platine geht nichts, auf der Embedded World sind mehrere Fertiger vertreten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Beliebt: Eine Popcornmaschinen, um Messegänger an den Stand zu locken. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Netzteile in dutzenden Varianten. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Canonical ist nur einer von vielen Linux-Anbietern auf der Messe. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Die Anschlüsse verraten: In diesem Inverter fließen große Ströme. Er ist für 100 kW ausgelegt. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Von klein bis groß gibt es Mainboards auch mit Chips von AMD. Oben in der Mitte ein SoM. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Darfs noch ein LAN-Port mehr sein? Bei Msi gibt es bis zu vier. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Das sind nur die Jetson-Boards eines Herstellers! (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
  • Das Gehäuse sagt viel über die Persönlichkeit eines Produkts. (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)
Das sind nur die Jetson-Boards eines Herstellers! (Bild: Johannes Hiltscher, Golem.de)

Beim Gang durch die Hallen fällt auf: Viele Hersteller bieten fast die selben Produkte an, allein Boards mit Nvidias Jetson-SoC sehen wir an mindestens einem Dutzend Ständen. Häufiger als Jetson-Boards sehen wir aber ein anderes Bauteil: Displays.

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 Embedded World 2023: Zwischen Mikrocontrollern, Bildschirmen und PopcornmaschinenTausende Displays, Technik für 100.000 Euro 
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