Embedded-Grafik: Matrox entwickelt Videowände mit Nvidia-Chips

Der Embedded-Hersteller Matrox wechselt von AMD zu Nvidia: Kommende Videowände sollen Quadro-Grafikkarten verwenden, um damit bis zu 16 UHD-Panels samt Inhalteschutz zu kombinieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Matrox D1450
Matrox D1450 (Bild: Matrox)

Matrox hat angekündigt, künftig 4K-Videowände mit Nvidias Quadro-Grafikkarten zu entwickeln. Für den Hersteller von Multi-Display-Lösungen ist das eine Kehrtwende, denn alle halbwegs modernen Modelle basieren auf Technik von AMD. Beispielsweise wurde 2016 die C-Serie mit Modellen wie der C900 veröffentlicht, bei denen Matrox auf einen Cape-Verde-Chip (28 nm mit GCNv1) setzt, um bis zu neun 1080p-Displays für Videowände zu koppeln.

Stellenmarkt
  1. Technical Consultant (m/w/d)
    GK Software SE, verschiedene Standorte
  2. Informatiker / Fachinformatiker / Softwareentwickler (m/w/d)
    p.a. GmbH Engineering Services Prozess Automation, Poing
Detailsuche

Die Lösungen mit Nvidias Quadro sind für vier synchronisierte 4K-Displays ausgelegt, Partner können mehrere davon kombinieren, um eine Videowand im 4x4-Aufbau zu erstellen. Das ist interessant, weil Nvidia schon vor Jahren eigene Grafikkarten wie die NVS 810 angeboten hat, welche bis zu 32 Displays mit 4K-Auflösung ansteuern kann. Matrox allerdings legt Wert auf eine aktuelle Unterstützung des Inhalteschutzes HDCP und dafür braucht es schlicht neuere GPU-Modelle.

Laut Matrox handelt es sich um eine Custom-Variante einer Quadro-CPU im Singleslot-Formfaktor, wobei unklar bleibt, dass Nvidia tatsächlich einen dedizierten Chip entwirft oder es eine angepasste Version eines derzeitigen oder kommenden Grafikprozessors ist. Wichtig ist die Hardwarebeschleunigung zum Decodieren von hochauflösenden Videoinhalten, die auf den Wänden dargestellt und wie üblich mit Matrox' Powerdesk-Software verwaltet werden.

Bevor Nvidia- und AMD-Chips zum Einsatz kamen, hatte Matrox diese selbst entwickelt. Im Embedded-Segment wurden hier noch längere Zeit kleinere Lösungen entworfen, einst gab es mit der Parhelia-512 (Test) sogar noch ein Modell für Endanwender und Spieler. Die 2002 vorgestellte Grafikkarte konnte hinsichtlich der Leistung nicht überzeugen, trotz für damalige Verhältnisse moderner Fertigung und enorm breitem 256-Bit-Interface.

Nachtrag vom 29. Januar 2020, 9:02 Uhr

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management: virtueller Drei-Tage-Workshop
    6.–8. Dezember 2021, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Matrox hat die D1450 vorgestellt, eine Singleslot-Karte mit vier HDMI-Ausgängen und 4 GByte GDDR5-Videospeicher sowie einer Board-Power von 47 Watt. Welche Nvidia-GPU verwendet wird, sagt Matrox nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lieferengpässe
Ist es moralisch okay, eine PS5 auf Ebay zu kaufen?

Kein Warten mehr, 200 bis 300 Euro Aufpreis: Wer eine Playstation 5 will, kann sie sofort haben. Falls das Gewissen mitspielt.
Ein IMHO von Peter Steinlechner

Lieferengpässe: Ist es moralisch okay, eine PS5 auf Ebay zu kaufen?
Artikel
  1. Samsung Odyssey Neo G9 im Test: Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied
    Samsung Odyssey Neo G9 im Test
    Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied

    Samsungs Odyssey Neo G9 ist riesig und durch Mini-LED auch kontraststark. Es gibt derzeit keinen besseren (und teureren) 32:9-Monitor für Gaming.
    Ein Test von Oliver Nickel

  2. Tastatur: Cherry präsentiert Stream ohne Nummernblock
    Tastatur
    Cherry präsentiert Stream ohne Nummernblock

    Cherry bringt seinen Tastatur-Klassiker Stream als kompakte TKL-Version auf den Markt. An der Technik ändert der Hersteller nichts.

  3. Coronapandemie: Leuchtende Maske erkennt Corona-Infektion
    Coronapandemie
    Leuchtende Maske erkennt Corona-Infektion

    Ein japanisches Team hat einen Corona-Test mit einem Farbstoff entwickelt. Der leuchtet, wenn eine Person mit dem Corona-Virus infiziert ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM-Module und SSDs von Crucial im Angebot • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Microsoft Flight Simulator Xbox 29,99€ • Alternate (u. a. Kingston A400 480 GB SSD 37,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /