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Embark Studios: Arc Raiders und der ewige Kampf gegen Cheater

GDC 2026
Entwickler von Embark, Amazon Games und Denuvo geben Einblicke in den Anti- Cheat -Krieg. Es geht um KI-Bots, Hardwaretricks und Millionen Bans.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Ark Raiders (Bild: Embark Studios)
Artwork von Ark Raiders Bild: Embark Studios
Inhalt
  1. Embark Studios: Arc Raiders und der ewige Kampf gegen Cheater
  2. Das Problem mit den falschen Alarmen

Cheater sind für viele Onlinespiele eines der größten Probleme überhaupt. Nicht nur, weil sie einzelne Matches ruinieren – sondern weil sie langfristig ganze Communities zerstören können.

"Wenn das Vertrauen in faire Matches erodiert, betrifft das alles: Spielerbindung, Community-Gesundheit und letztlich die Zukunft eines Spiels" , erklärte ein Panel aus Sicherheitsverantwortlichen von Amazon Games, Embark Studios und Denuvo auf der Game Developers Conference 2026.

Besonders interessant waren die Einblicke von Tom van Dijck von Embark Studios(öffnet im neuen Fenster) , das hinter dem Extraction-Shooter Arc Raiders steckt. Für die Entwickler sei Anti-Cheat zunächst fast Neuland gewesen.

Am Anfang habe man schlicht beobachtet, "was gerade passiert" , Cheats selbst heruntergeladen und ausprobiert, um ihre Spuren im Spiel zu verstehen. Erst danach entstand Schritt für Schritt ein strukturiertes Anti-Cheat-Team.

Heute geht der Kampf längst über klassische Aimbots hinaus. Moderne Cheats nutzen zunehmend KI-basierte Pixel-Bots, die einfach das Bild auf dem Bildschirm analysieren und automatisch zielen – ohne in den Spielcode einzugreifen.

Dazu kommen sogenannte DMA-Geräte, kleine Hardwaremodule, die auf den Arbeitsspeicher zugreifen können. Damit lassen sich Schutzmechanismen umgehen, selbst wenn sie tief im Betriebssystem verankert sind.

Der klassische Kernel-Treiber – lange das wichtigste Werkzeug vieler Anti-Cheat-Systeme – ist nur noch ein Teil der Lösung. Laut Embark deckt er inzwischen nur etwa ein Drittel der erkannten Fälle ab.

Der Rest der Betrüger werde über Telemetriedaten entdeckt: ungewöhnliche Bewegungsmuster, verdächtige Trefferquoten oder Eingaben, die eher wie automatisierte Skripte als wie menschliches Spielverhalten wirken. "Die Daten aus dem Spiel selbst sind absolut entscheidend" , erklärte van Dijck.


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