Abo
  • IT-Karriere:

E-Mail-Überwachung: Yahoo musste Spamfilter zur Terrorbekämpfung einsetzen

Im Kampf gegen den Terrorismus musste der IT-Konzern Yahoo seinen Spam- und Malwarefilter so umbauen, dass damit nach bestimmten "digitalen Signaturen" gesucht werden konnte. Ein solcher Code soll von Terroristen verwendet worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Yahoo nutzte seinen Spamfilter für die Terrorismusbekämpfung.
Yahoo nutzte seinen Spamfilter für die Terrorismusbekämpfung. (Bild: Denis Balibouse/Reuters)

Der IT-Konzern Yahoo ist offenbar von der US-Regierung gezwungen worden, ein bereits existierendes System zur Suche nach Spam-Mails und Malware so zu manipulieren, dass eingehende E-Mails von Yahoo-Kunden nach einem bestimmten Begriff abgesucht wurden, wie die New York Times berichtet.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Kiel

Damit gibt es jetzt etwas mehr Klarheit über die technischen Hintergründe der Aktion, die in dem ursprünglichen Artikel von Reuters vage blieben. Der Bericht von Reuters hatte zu Kritik von Sicherheitsforschern geführt, die darin zahlreiche technische Unstimmigkeiten entdeckt hatten.

Yahoo hatte diesen Bericht mit einem wenig eindeutigen Statement kommentiert - nicht aber dementiert. Das Unternehmen sagte, der Bericht sei "irreführend". Das im Jahr 2015 eingesetzte System soll aktuell nicht mehr genutzt werden. Die Anfrage der Regierung basierte auf einer individuellen Entscheidung des Foreign Intelligence Surveillance Court (FISA) auf Anfrage des US-Justizministeriums.

Suche nach der digitalen Signatur

Mit dem System suchte Yahoo dem Bericht zufolge nach einer spezifischen "digitalen Signatur", wobei unklar ist, um welche es sich genau handelt. Möglich sind Hinweise auf ein bestimmtes genutztes Verschlüsselungsverfahren oder die Suche nach Malware oder Exploits mit einer bestimmten Signatur. Die Überwachung soll der Terrorismusbekämpfung gedient haben.

Fraglich ist, ob die Regierung Yahoo dazu verpflichten konnte, eigene Software neu- oder weiterzuentwickeln, um die Überwachung durchführen zu können. Dieser Punkt war einer der großen Streitpunkte in der Auseinandersetzung zwischen Apple und dem FBI im Laufe dieses Jahres.



Anzeige
Top-Angebote
  1. Notebooks, PCs und Monitore reduziert
  2. (u. a. Sandisk Plus 1-TB-SSD für 88€, WD Elements Desktop 4 TB für 79€)
  3. 219,99€
  4. 279€ (Bestpreis!)

LalaDeviChan 12. Okt 2016

Hab aber auch das gleiche Problem bei Google und Web.de Mail

triplekiller 06. Okt 2016

sondern auch noch eine schlechten e-mail service anbieten. bin schon lange beim...

onkel_joerg 06. Okt 2016

Finanzieren NSA & CIA jetzt auch schon KiPo?

jsm 06. Okt 2016

Danke, macht so gesehen Sinn. Spricht aber ganz und gar nicht für die "Führungsetage" bei...


Folgen Sie uns
       


Phase One IQ4 ausprobiert

Die Phase One IQ4 ist das Mittelformatsystem mit der höchsten Auflösung, das zur Zeit erhältlich ist. Wir haben die Profikamera getestet.

Phase One IQ4 ausprobiert Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /