Emacs: Version 27.1 des Texteditors ist verfügbar

Der Editor des GNU-Projekts kann jetzt natives JSON, bringt einen Reiter in zwei Sorten und unterstützt ganze Zahlen beliebiger Größe.

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GNU
GNU (Bild: Flickr/CC-BY-SA 2.0)

GNU Emacs 27.1 ist als neue stabile Version veröffentlicht worden. Gegenüber der Vorgängerversion 26.3 bringt der Texteditor einiges an neuen Funktionen und wendet sich - aus Sicherheitsgründen - von Image Magick ab. Der Texteditor gehört zu den ältesten noch aktiven Open-Source-Projekten. Zwar entstand er erst 1984, doch reichen seine Vorgänger bis ins Jahr 1972 zurück. Damit ist Emacs ein paar Jahre älter als der 1976 gestartete Hauptkonkurrent vi.

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Emacs 27.1 verwendet die GNU Multiple Precision Library GMP und kann Integer-Werte beliebiger Größe verarbeiten. Unicode wird nunmehr in Version 13.0 unterstützt, die Option -with-json bringt eine native JSON-Unterstützung für Serialisierung und ähnliche Aufgaben mit, die deutlich schneller als die der Lisp-Vorgänger sein soll. Unexec wurde durch portables Dumping abgelöst.

Für die Anzeige von Grafiken benutzen die Vorgänger ImageMagick. In der jetzt vorliegenden Version kümmert sich Emacs nativ darum. Auch grundlegende Funktionen wie das Drehen oder das Verändern der Größe von Bildern funktionieren nun ohne die Verwendung der ImageMagick-Bibliothek. Das bedeutet aber auch, dass GNU. und Unix-Systeme jetzt Cairo drawings oder die XRender-Erweiterung für X11 installiert haben müssen, um diese Funktionen zu benutzen.

Weitere Änderungen in Sachen Sicherheit sind laut Entwicklerteam eine genauere Kontrolle, welche Überprüfungen im Netzwerksicherheitsmanager ausgeführt werden sollen, sowie mehr Checks für schwache TLS-Algorithmen und Verschlüsselungen plus die Option, Client-Zertifikate für native GnuTLS-Sessions zu verwenden.

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Neuerungen gibt es auch in der Organisation der Dokumente: Jetzt können zwei Arten von Reitern oder Tabs genutzt werden. Die einen dienen dazu, zwischen Dokumenten hin und her zu wechseln, wie man es auch aus jedem modernen Webbrowser kennt: Die Tab-Line. Daneben gibt es aber auch noch eine Reiter-Leiste, die in Emacs Tab-Bar heißt. Mit deren Hilfe lassen sich ganze Arbeitsbereiche trennen. Hinter diesen Bereichen verbergen sich eigene Konfigurationen, wie mit den Inhalten umgegangen werden soll, die damit als Workspaces gesehen werden können.

Rein optisch bringt Emacs nun auch die Verwendung von Harf Buzz, um Text schöner aussehen zu lassen. Das Tool findet schon länger in Gnome, KDE und Android Verwendung.

Schon beim Start zeigt sich, dass sich einiges getan hat. Neu ist die Unterstützung con XDG-Konventionen für init-files. Zusätzlich gibt es noch eine ganz neue, besonders früh ausgeführte Initialisationsdatei early-init.el, die so früh geladen und abgearbeitet wird, dass sie Benutzern erlaubt, die Initialisierung ihres Package-Systems anzupassen. Dadurch werden installierte Pakete unmittelbar aktiviert und stehen bereits zu Beginn der bisherigen Initialisierung zur Verfügung.

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