• IT-Karriere:
  • Services:

EM-Drive: Der Mikrowellenantrieb bleibt fragwürdig

Das EM-Triebwerk wurde in einer Vakuumanlage der Nasa getestet und die Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Arbeit veröffentlicht. Wir haben die Ergebnisse angeschaut und den Physiker Nicolas Wöhrl gefragt, was davon zu halten ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Das EM-Drive von Roger Shawyer
Das EM-Drive von Roger Shawyer (Bild: emdrive.com)

Das EM-Triebwerk (EM-Drive) soll im Weltraum Schub ohne Treibstoff liefern. Bisherige Untersuchungen des von Roger Shawyer erfundenen Triebwerks lieferten aber noch keinen überzeugenden Nachweis, dass es funktioniert. Deshalb baute eine kleine Forschergruppe der Nasa einen Teststand mit einem EM-Triebwerk auf. Die Advanced Propulsion Physics Research oder auch "Eagleworks" genannte Gruppe hat Zugang zu einer Vakuumkammer und ist spezialisiert auf Untersuchungen von noch nicht nachgewiesenen physikalischen Phänomenen für Weltraumantriebe.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Stuttgart
  2. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Das EM-Triebwerk soll ohne Treibstoffverbrauch Kraft durch einen Mikrowellenresonator erzeugen. In der veröffentlichten Arbeit gelang es der Forschergruppe tatsächlich, mit ihrem Testaufbau im Vakuum eine Kraft zu messen, die mit dem Leistungsverbrauch anstieg. Dabei wurden Mikrowellen mit einer Leistung von 40, 60 und 80 Watt erzeugt. Die dabei gemessenen Kräfte lagen zwischen 30 und 130 Mikronewton.

Messwerte streuen stark

Die gemessenen Kräfte streuen allerdings auch bei gleichbleibender Leistung sehr stark. Die gemessenen Kräfte mit 60 Watt Mikrowellenleistung liegen zwischen 40 und 130 Mikronewton, bei einer Messungenauigkeit der Kraftmessung von nur 2,2 Mikronewton. Der Mittelwert dieser Kräfte ist bei 60 Watt Leistung genauso groß, wie der Mittelwert der Messungen mit 80 Watt Leistung. Erst durch lineare Regression konnten die Forscher in der Auswertung eine Kraft von 1,2 Millinewton pro Kilowatt Leistung ermitteln.

Nicolas Wöhrl, der selbst Experimentalphysiker und Teil des Wissenschaftspodcasts Methodisch Inkorrekt ist, schätzt das Paper so ein: "Was halte ich also davon? Es wurde sauber gearbeitet. Ich würde zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht mein Geld darauf verwetten, dass das EM-Drive der neue Antrieb ist für die Raumsonden von Morgen. Der gemessene Schub ist klein und die Autoren selbst führen 9 mögliche Gründe auf, die zu fehlerhaften Messungen hätten führen können. Weitere Messungen sind nötig."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Razer Blade Stealth, 13 Zoll, i7, 16 GB RAM, 512 GB SSD, GTX 1650 für 1.599€)
  2. (u. a. Hisense H55B7100 LED TV für 299€, JBL Soundbar 2.1 BLKEP für 222€)
  3. 399€
  4. 1.349€ (statt 1.528 im Paket)

montis 14. Dez 2016

Während man hier noch darüber streitet, ob es überhaupt funktionieren kann (Es gibt doch...

n0x30n 30. Nov 2016

Du warst es doch, der sich auf Inhalte des Videos bezogen hast, also befasse dich auch...

m245m 30. Nov 2016

Dann immer her damit. Geschlossene Systeme die anfangen sich zu bewegen sind schon...

BeeGee 29. Nov 2016

Gelle


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    •  /