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Elwis: SAP-Projekt mit Lidl "rockt und rollt" nicht mehr

Lidl stellt das 2016 groß gepriesene SAP-Projekt Elwis ein und entwickelt stattdessen das eigene Warenwirtschaftssystem weiter. Schuld am Projektende soll nicht SAP selbst sein - das Kosten-Nutzen-Verhältnis rentiere sich einfach nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Projekt Elwis wird eingestellt.
Das Projekt Elwis wird eingestellt. (Bild: Lidl/Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Die Supermarktkette Lidl hat das Projekt Elwis mit dem langjährigen Partner SAP beendet. Es sollte das existierende und vom Unternehmen selbst entwickelte Warenwirtschaftssystem Wawi ersetzen. Stattdessen werde dieses nun weiterentwickelt, schreibt die Regionalzeitung Heilbronner Stimme. Dazu äußern sich die Vorstandsvorsitzenden Jasper Hojer und Martin Golücke gegenüber den Lidl-Mitarbeitern: "In der Kosten-Nutzen-Abwägung spricht alles für die Weiterentwicklung von Wawi".

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Die Ankündigung sei dabei kein Schritt gegen SAP. Lidl möchte in anderen Bereichen weiterhin mit dem Softwareentwickler zusammenarbeiten. Ein ähnliches Fazit zieht auch SAP selbst: "Lidl und SAP arbeiten seit vielen Jahren zusammen und wollen dies auch in Zukunft weiter tun", heißt es in einer Stellungnahme. SAP wollte im Zuge des Elwis-Projekts das existierende Warenwirtschaftssystem durch das Programm SAP Retail based on SAP Hana ersetzen.

Mit dem Stopp des Projekts werden auch die bereits implementierten Elwis-Systeme in mehreren Ländern wieder durch das hauseigene Produkt ersetzt, darunter Österreich, die USA und Nordirland. In Deutschland ist das nicht notwendig. Ursprünglich hatte sich das Unternehmen erhofft, das bis dahin relativ träge Wawi-System zu ersetzen, damit eine Warenwirtschaft in Echtzeit realisiert werden kann.

Doch kein "rocken und rollen"

Lidl kann jedoch auf eine große Menge an IT-Mitarbeitern zurückgreifen. In einem Interview mit dem Businessmagazin Dice zur Ankündigung des SAP-Lidl-Projekts im Jahr 2016 war von insgesamt 1.200 Mitarbeitern in diesem Sektor die Rede. Davon sind allein 600 in der Zentrale in Heilbronn beschäftigt. Weitere 600 sind in den Landesgesellschaften des Konzerns tätig.

Elwis sollte in Analogie zum Rock-and-Roll-Star Elvis Presley damals "rocken und rollen", sagte Lidl-IT-Chef René Sandführ damals im Interview. Aus diesem Versprechen ist dann wohl doch nichts geworden. Zumindest hat Lidl die Mitarbeiterstärke, das eigene System Wawi in Eigenregie weiterzuführen.

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dreamtide11 18. Jul 2018

Ich hoffe das kam noch nicht, hab die anderen Kommentare noch nicht gelesen, sondern...

.02 Cents 18. Jul 2018

Bei etlichen gescheiterten Projekten dieser Art liegt die Verantwortung für das Scheitern...

freebyte 18. Jul 2018

Die 500 Mio EUR ergeben sich vermutlich zum Grossteil aus den Stunden der internen...

mhstar 17. Jul 2018

ist nicht immer schlecht. Man kann alles extern machen, da reiben sich die Firmen die...


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