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Elonjet: Twitter sperrt Journalisten und verbietet Links zu Mastodon

Elon Musk weitet die Sperrung kritischer Accounts auf Twitter aus. Auch das alternative soziale Netzwerk Mastodon ist betroffen.
/ Daniel Ziegener
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Elon Musk beschäftigt sich gerade viel mit Twitter. (Bild: Reuters/Dado Ruvic)
Elon Musk beschäftigt sich gerade viel mit Twitter. Bild: Reuters/Dado Ruvic

Nach der Sperrung des Accounts Elonjet am 15. Dezember 2022 hat Twitter diese Maßnahme auf zahlreiche Accounts ausgeweitet, die über die Sperrung berichteten. Darunter sind laut New York Times(öffnet im neuen Fenster) bislang acht Journalisten von CNN, der Washington Post und der New York Times. Elon Musk warf den Journalisten vor, sich mit der Verlinkung auf den deaktivierten Account Elonjet am Doxxing – also der Bekanntgabe seines Standortes – beteiligt zu haben.

Gesperrt wurde außerdem der offizielle Twitter-Account des dezentralen sozialen Netzwerks Mastodon, das seit der Übernahme von Twitter durch Musk stark steigende Nutzerzahlen vermeldete . Die Sperre geht über das Konto hinaus. Momentan ist es nicht möglich, Links zu Mastodon-Instanzen wie mastodon.social oder chaos.social zu veröffentlichen. Eine Begründung gibt es nicht, Twitter zeigt die Fehlermeldung: "Etwas ist schiefgelaufen, aber keine Sorge – versuch es einfach noch einmal."

Der Betreiber von Elonjet, Jack Sweeney, wich nach der Sperrung aller seiner Twitter-Konten auf Mastodon(öffnet im neuen Fenster) aus, legte aber ebenfalls ein Konto beim von Donald Trump finanzierten sozialen Netzwerk Truth Social(öffnet im neuen Fenster) an. Musk hatte den seit Januar 2021 gesperrten Twitter-Account von Donald Trump zwar reaktiviert , Trump war aber nicht aktiv zur Plattform zurückgekehrt.

In der Vergangenheit betonte Musk immer wieder, ein Verteidiger der freien Meinungsäußerung zu sein . Das Teilen von Echtzeitstandorten von Personen verbot er nun aber(öffnet im neuen Fenster) , obwohl die Positionsdaten von Flugzeugen über Tracker öffentlich verfügbar sind.

Wie in der Vergangenheit führte Musk eine unverbindliche Umfrage(öffnet im neuen Fenster) unter Twitter-Nutzern durch. In beiden Umfragen stimmte eine Mehrheit der Nutzer dafür, die Sperrungen sofort aufzuheben.


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