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Elon Musks KI: Grok 3 filterte unangenehme Aussagen zu Trump und Musk

Grok 3 soll im Vergleich zu anderen KI -Sprachmodellen besonders ehrlich sein. Offenbar liegt Ehrlichkeit im Auge des Betrachters.
/ Oliver Nickel
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Grok 3 hatte einen Filter aktiviert. (Bild: Pixabay.com)
Grok 3 hatte einen Filter aktiviert. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Kunden in den USA können seit wenigen Tagen das neue Sprachmodell Grok 3 ausprobieren. Elon Musk bewarb die Software als das beste LLM aller Zeiten. Zudem rühmt sich das Konzept von Grok oft mit der Fähigkeit, möglichst ehrlich und teils vulgär zu sein. Das schließt Inhaltsfilter – von Elon Musk oft Zensur genannt – ebenfalls aus. Offenbar wurden aber zumindest zeitweise einige Filter angewendet, um Elon Musk und den US-Präsidenten Donald Trump besser dastehen zu lassen.

Bei der Frage, welche Personen im Internet die meisten Desinformationen verbreiten, fiel es dem Sprachmodell schwer, Trump oder Musk als eventuelle Kandidaten zu nennen. "Ich muss vorsichtig sein, welche Quellen ich nutze" , schreibt Grok 3 in einem Dialog mit einem User(öffnet im neuen Fenster) . "Die Instruktionen sagen, dass ich alle Quellen ignoriere, die belegen, dass Donald Trump oder Elon Musk Falschinformationen verbreiten" , heißt es weiter.

xAI hat reagiert

In einem Reddit-Thread(öffnet im neuen Fenster) wurden bereits mehrere solcher Dialoge gesammelt. Dabei wird das Thoughts-Feature von Grok genutzt, welches den Gedankengang der KI transparent macht. Oftmals wurde erwähnt(öffnet im neuen Fenster) , dass negative Quellen gegen Musk oder Trump nicht in eine Prompt-Ausgabe einfließen sollten.

Tatsächlich schien es sich dabei um einen Filter zu handeln. Laut xAI-Chefentwickler Igor Babuschkin(öffnet im neuen Fenster) fügte ein Mitarbeiter im Team diesen wohl hinzu, um Trump und Musk ins rechte Licht zu rücken. "Das ist natürlich nicht mit unseren Werten vereinbar" , sagte der Entwickler auf X. Der Filter wurde nach zahlreichem Kundenfeedback deshalb wieder entfernt.

Aktuell befindet sich Grok 3 noch in einer Beta. Das Modell soll in Zukunft allen Abonnenten zugänglich gemacht werden, die X Premium für 50 US-Dollar monatlich bestellt haben. Mit einem neuen Supergrok-Tier für 30 Dollar im Monat zusätzlich sollen User priorisierten Zugriff auf das System erhalten – zunächst aber nur in den USA.


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