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Elon Musk: Zoll kassiert Boring-Flammenwerfer als Waffe

Der von Elon Musk für verrücktes Marketing genutzte Boring -Flammenwerfer könnte ein Anlageobjekt sein. Der Zoll sieht das anders.
/ Sebastian Grüner
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Der Zoll hält den Flammwerfer der Boring Company für einen gefährlichen Gegenstand. (Bild: Zoll)
Der Zoll hält den Flammwerfer der Boring Company für einen gefährlichen Gegenstand. Bild: Zoll

Das Hauptzollamt Karlsruhe hat einen Flammenwerfer der Boring-Company sichergestellt und stuft das Gerät als Waffe ein, wie dieses mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . Die eigentlich als Tunnelbaufirma konzipierte Boring Company von Elon Musk baute etwa den Las Vegas Loop . Das Unternehmen verkauft auf Anregung des exzentrischen Eigners Musk aber auch mehr als skurrile Merchandising-Artikel. Dazu gehören Baseballkappen, ein Parfüm(öffnet im neuen Fenster) , das nach verbrannten Haaren riechen soll, oder eben auch einen Flammenwerfer(öffnet im neuen Fenster) .

Zwar heißt es auf dem Karton des Geräts, es sei "kein Flammenwerfer" , das sah der Zoll aber anders. Alina Holm, Sprecherin des Hauptzollamts Karlsruhe, sagte dazu: "Auch wenn auf der Verpackung steht, dass es angeblich kein Flammenwerfer sei, haben die Flammen eine Reichweite von mehreren Metern. Das Ungetüm sieht außerdem einer echten Waffe sehr ähnlich und ist deshalb ein gefährlicher Gegenstand."

Aufgespürt hatte der Zoll die Waffe in einer Paketsendung eines 34-jährigen Mannes, der den Boring-Flammenwerfer offenbar als Sammlerobjekt erwerben wollte. Der Mann spekulierte demnach auf eine Wertsteigerung. Tatsächlich werden die Boring-Flammenwerfer inzwischen zu einem Vielfachen des Originalpreises online gehandelt. Nun läuft gegen den Mann ein Strafverfahren wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Der deutsche Zoll ist mit seiner Einordnung, dass es sich bei dem Flammenwerfer von Musks Boring Company um eine Waffe handelt, nicht allein. So gab es in der Vergangenheit in verschiedenen Ländern immer wieder ähnliche Fälle, bei denen Strafverfolgungsbehörden den Flammenwerfer als Waffe beschlagnahmten, wie Techcrunch berichtete(öffnet im neuen Fenster) . Dazu gehören das Vereinigte Königreich, die Schweiz, aber teilweise auch die USA.


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